FPÖ-Neubauer: Neue Studie bestätigt: Atomkraftwerke erhöhen Krebsrisiko

EMGR-Klage der FPÖ erhält Unterstützung durch aktuelle Studie des Bremer Krebsspezialisten Prof. Dr. Eberhard Greiser

Wien (OTS) - "Wer nahe an einem AKW wohnt, trägt ein höheres Leukämierisiko als Andere. Besonders gefährdet sind kleine Kinder." Zu diesem zentralen Ergebnis gelangte der Bremer Krebsspezialisten Prof. Dr. Eberhard Greiser, der mit der Überprüfung der vor einem Jahr vorgestellten sogenannten KiKK-Studie (Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken) beauftragt wurde. "Durch den Prüfbericht der Strahlenschutzkommission ist nun endgültig als wissenschaftlich gesichert anzusehen, dass im Umkreis von bis zu 50 Kilometern um einen Atomreaktor das Leukämierisiko um 20 Prozent höher liegt als andernorts", berichtete der freiheitliche Temelin-Sprecher NAbg. Werner Neubauer.

Damit erhalte auch die vor einem Jahr beim EMGR (Europäischen Menschenrechtsgerichtshof) eingebrachte Klage der FPÖ gegen das AKW Temelin prominente, wissenschaftlich fundierte Unterstützung, freut sich Neubauer, der diese gestern vorgestellte Studie umgehend nach Brüssel weiter geleitet habe.

Neubauer verwies weiters darauf, dass im laufenden Jahr mittels einer so genannten Metaanalyse (Analyse der Ergebnisse verschiedener Studien) ein statistischer Zusammenhang zwischen Leukämiezahlen bei Kindern und dem Betrieb von Atomkraftwerken festgestellt worden sei. "Da auch in den USA und Japan mittlerweile dieser Zusammenhang wissenschaftlich nachgewiesen und anerkannt ist, kommt den neuen Daten eine besondere Bedeutung zu", betonte Neubauer. Neu sei allerdings, dass nachweislich das Risiko für Kinder, an Leukämie zu erkranken, umso größer sei, je näher sie am Reaktor wohnen, so Neubauer.

Umso erstaunlicher sei daher das Verhalten der Tschechen trotz derartiger Studien auf den Ausbau der Kernkraft zu bestehen, so Neubauer, der bekanntermaßen sowohl gegen die Temelin-Erweiterung, als auch das AKW Mochovce und gegen die geplante Errichtung eines grenznahen Atom-Restmülllagers in Tschechien zusätzliche Klagen beim EMGR eingereicht habe.

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