Schwangerschaftsabbruch: Wienerinnen gegen religiöse Einmischung

Blitz-Umfrage: Für Zwei Drittel sind kirchliche Statements unerwünscht, Schutzzonen gefordert

Wien (OTS) - Erstmals seit Beginn der Diskussion rund um den Schwangerschaftsabbruch wurden Frauen direkt über ihre Meinung befragt. Dabei zeigte sich klar, dass Frauen selbst über ihren Bauch entscheiden möchten und Einmischung von aussen deutlich ablehnen. Für 67% der Wienerinnen sind die Stellungnahmen der römisch-katholischen Kirche zum Thema Schwangerschaftsabbruch überhaupt nicht wichtig oder eher unwichtig, so die aktuelle repräsentative Umfrage des Integral Institutes. Selbst diesbezügliche Kommentare von ranghohen kirchlichen Würdenträgern, wie Kardinal Christoph Schönborn, werden von jeder zweiten Frau (48%) als "überhaupt nicht wichtig" erlebt.

Die überwiegende Mehrheit der Wienerinnen sieht Schwangerschaftsabbruch als private Angelegenheit, die sie selbst entscheiden können: 84% empfinden es als Belästigung, dass religiöse Aktivisten Frauen am Betreten derartiger Kliniken behindern wollen. Noch deutlicher ist die Ablehnung christlicher Aktivisten bei Frauen mit Kindern: ganze 92% empfinden religiöse Fundamentalisten vor den Kliniken als Belästigung. Konsequenterweise verlangen 60% aller Frauen die Errichtung von Schutzzonen vor den Ambulatorien und ein Verbot dieses religiösen Aktionismus. Bei Frauen mit Kindern ist die Forderung sogar noch deutlicher, ganze 72% erwarten sich einen Schutz durch den Gesetzgeber.

"Die Umfrage zeigt, dass Frauen eine religiöse Einmischung und Übergriffe von religiösen Aktivisten eindeutig ablehnen. Ebenso eindeutig ist die Forderung an den Gesetzgeber, Frauen einen ungehinderten Zugang zu entsprechenden medizinischen Einrichtungen zu ermöglichen" erklärt dazu DDr. Christian Fiala, medizinischer Leiter des Wiener Gynmed Ambulatoriums für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung.

Integral-Umfrage auf: www.gynmed.at

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