Kadenbach: Umdenken der Kommission bei Anbauverboten von gentechnisch veränderten Pflanzen erfreulich

Anhebung der Importquote von Genmais bedenklich

Wien (OTS/SK) - "Es ist erfreulich, dass in der Kommission nun ein Umdenken in der Frage des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen stattfindet", so die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Kommissionspräsident Barroso habe in seinen 'Politischen Leitlinien' bereits die Überlegung angestellt, den einzelnen Mitgliedstaaten zuzugestehen, selbst über Anbauverbote zu entscheiden. "Es bleibt zu hoffen, dass auch die zukünftige Kommission an dieser Linie festhält", bemerkte Kadenbach. ****

"Im Sinne des Umweltschutzes sowie der Lebensmittelqualität muss es ein Anliegen sein, den Anteil gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa so gering wie möglich zu halten", unterstrich Kadenbach. Österreich hat in dieser Frage eine wichtige Vorreiterrolle gespielt und bereits ein Anbauverbot von gentechnisch verändertem Mais für Österreich erwirkt.

Bedenklich sei allerdings das Anliegen von Agrarkommissarin Fischer Boel, die sich für eine großzügigere Zulassung von Genmais-Importen ausspricht, so Kadenbach. "Ein Anbauverbot in einzelnen Mitgliedstaaten darf nicht dazu führen, dass nun gentechnisch veränderter Mais über Importe verstärkt nach Europa gelangt", verlangt Kadenbach abschließend. (Schluss) sw/mx

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002