Küberl zu Mindestsicherung: "Keine Zeit mehr für Streitigkeiten"

Caritas-Präsident: "Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ist ein dichtes, soziales Netz die einzig richtige Antwort."

Wien (OTS) - "Es ist keine Zeit mehr für Streitigkeiten, wenn zumindest das ohnehin bereits mehrmals verschobene Einführungsdatum mit 1. September 2010 halten soll", kommentiert Caritas-Präsident Franz Küberl das Ergebnis des gestrigen Treffens der SoziallandesreferentInnen mit Sozialminister Hundstorfer. Begrüßenswert sei in diesem Zusammenhang, dass "wie es scheint, nun alle Länder in einem gemeinsamen Boot sitzen".

Küberl: "Ob die Mindestsicherung 12 oder 14 mal ausbezahlt wird, ist eine technische Frage. Klar muss aber sein: Wenn sie 12 mal ausbezahlt wird, dann muss der Betrag 855 Euro statt 733 Euro heißen. Alles andere wäre eine Pflanzerei der Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, denn dann bleibt vielen Notleidenden weniger als vorher."

Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sei ein dichtes, soziales Netz die einzig richtige Antwort, ist Küberl überzeugt: "Dass hier zu Lande so viele Menschen in akuter Armut leben müssen, ist ein Armutszeugnis für Österreich."

Einmal mehr fordert der Caritas-Präsident, dass die Regierung eine jährliche Valorisierung der Mindestsicherung festschreibt und an die Mindestpension (Ausgleichszulagenrichtsatz) koppelt. Denn: "Auch für arme Menschen wird das Leben teurer. Das sehen wir gerade jetzt wieder zu Schulanfang."

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