FPÖ-Jannach: Einheitswertreform wird zu Mehrbelastung führen!

Zum 1. Jänner 2010 ist eine Hauptfeststellung der Einheitswerte des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens vorzunehmen

Wien (OTS) - "Die derzeit geplante Änderung des
Einheitswertsystems in der Landwirtschaft bringt für kleinere und mittlere Berggebietsbetriebe massive Nachteile", kritisiert FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach. Die Verhandlungen der Bundesregierung und der Landwirtschaftskammer zeigen laut den Berechnungsmodellen der Landwirtschaftskammer Kärnten, dass kleinere und mittlere Gründlandbetriebe eine massive Mehrbelastung zu befürchten hätten, da sämtliche Steuern und Abgaben in der Landwirtschaft vom Einheitswert berechnet werden.

"Wenn das so umgesetzt wird, dann fördert die Bundesregierung und die Landwirtschaftskammern massiv den Strukturwandel in der Landwirtschaft", erklärt Jannach. "Gerade die Bauern in den benachteiligten Gebieten wären massiv von der Änderung betroffen", befürchtet Jannach, denn die große Mehrzahl der Landwirte bewirtschaften kleine und mittlere Grünlandbetriebe im Berggebiet. "Diese Betriebe haben aufgrund ihrer Lage und Größe derzeit schon gravierende Nachteile in der Bewirtschaftung und bei den Ausgleichszahlungen im Vergleich zu den großen Ackerbaubetrieben und sollen jetzt von der Bundesregierung und den Landwirtschaftskammern zusätzlich bestraft", sieht Jannach eine krasse Benachteiligung dieser Bauern.

"Der Einheitswert soll den Ertragswert widerspiegeln", erkläutert Jannach. "Jeder kennt die dramatische Preisentwicklung im Agrarbereich und deswegen ist es unzumutbar und verantwortungslos, Einheitswerterhöhungen im Ausmaß von 50 bis 100 Prozent vorzunehmen."

Jannach verlangt eine offene und ehrliche Diskussion mit den Landwirten: "Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung und die Kammern mit jeder Berufgruppe über geplante Veränderung verhandelt, über die Landwirte jedoch einfach drüberfährt!"

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