- 08.09.2009, 10:02:56
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FPÖ-Jannach: Einheitswertreform wird zu Mehrbelastung führen!
Zum 1. Jänner 2010 ist eine Hauptfeststellung der Einheitswerte des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens vorzunehmen
Wien (OTS) - "Die derzeit geplante Änderung des
Einheitswertsystems in der Landwirtschaft bringt für kleinere und
mittlere Berggebietsbetriebe massive Nachteile", kritisiert
FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach. Die Verhandlungen der
Bundesregierung und der Landwirtschaftskammer zeigen laut den
Berechnungsmodellen der Landwirtschaftskammer Kärnten, dass kleinere
und mittlere Gründlandbetriebe eine massive Mehrbelastung zu
befürchten hätten, da sämtliche Steuern und Abgaben in der
Landwirtschaft vom Einheitswert berechnet werden.
"Wenn das so umgesetzt wird, dann fördert die Bundesregierung und die
Landwirtschaftskammern massiv den Strukturwandel in der
Landwirtschaft", erklärt Jannach. "Gerade die Bauern in den
benachteiligten Gebieten wären massiv von der Änderung betroffen",
befürchtet Jannach, denn die große Mehrzahl der Landwirte
bewirtschaften kleine und mittlere Grünlandbetriebe im Berggebiet.
"Diese Betriebe haben aufgrund ihrer Lage und Größe derzeit schon
gravierende Nachteile in der Bewirtschaftung und bei den
Ausgleichszahlungen im Vergleich zu den großen Ackerbaubetrieben und
sollen jetzt von der Bundesregierung und den Landwirtschaftskammern
zusätzlich bestraft", sieht Jannach eine krasse Benachteiligung
dieser Bauern.
"Der Einheitswert soll den Ertragswert widerspiegeln", erkläutert
Jannach. "Jeder kennt die dramatische Preisentwicklung im
Agrarbereich und deswegen ist es unzumutbar und verantwortungslos,
Einheitswerterhöhungen im Ausmaß von 50 bis 100 Prozent vorzunehmen."
Jannach verlangt eine offene und ehrliche Diskussion mit den
Landwirten: "Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung und die
Kammern mit jeder Berufgruppe über geplante Veränderung verhandelt,
über die Landwirte jedoch einfach drüberfährt!"
Rückfragehinweis:
FPÖ
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