• 08.09.2009, 10:00:30
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KfV: 3.800 Leiterstürze im Jahr 2008

Drei Viertel aller Verletzungen sind Knochenbrüche. Jeder zweite Verletzte ist zwischen 50 und 75 Jahre alt.

Wien (OTS) - Rund 3.800 Menschen verletzten sich 2008 bei einem
Sturz von der Leiter in der näheren Wohnumgebung wie z.B. im Garten
oder beim Haus so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden
mussten. "Bereits ein Sturz aus eineinhalb Metern Höhe kann schwere
Verletzungen nach sich ziehen. Drei Viertel der Verletzten zogen sich
einen Knochenbruch zu, wobei häufig Rippen und Brustbein von
Frakturen betroffen waren", sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des
Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit
(KfV). Für 16 Prozent aller Verletzten endete der Leitersturz mit
einer Wirbelsäulenverletzung. Eine Altersgruppe ist besonders
gefährdet: Jeder Zweite, der bei Arbeiten in luftiger Höhe von der
Leiter stürzte, ist zwischen 50 und 75 Jahre alt.

Häufigste Unfallursachen: Unkonzentriertheit und falsche Verwendung
der Leiter

Obsternte, Baumschnitt oder Reparaturen am Haus sind Tätigkeiten,
deren Gefahren Hobbygärtner und Heimwerker oft unterschätzen. Bei
einem Drittel der Unfälle war Unkonzentriertheit die Ursache, je ein
Fünftel ist auf falsche oder unsachgemäße Verwendung der Leiter
zurückzuführen bzw. Ungeübtheit und Selbstüberschätzung. "Typische
Unfallhergänge wie das Verrutschen oder Kippen der Leiter können
verhindert werden, wenn vor Beginn der Arbeiten für Standfestigkeit
gesorgt wird. Auf hartem Boden wie Beton müssen Leitern mit
Gummifüßen verwendet werden, während auf weichem Untergrund wie
Wiesen oder erdigem Boden Leitern mit mindestens sieben Zentimeter
langen Stahlspitzen benötigt werden, um ein Verrutschen zu
vermeiden", empfiehlt Dunzendorfer. Wird die Leiter angelehnt, sollte
man darauf achten, dass es sich um stabile Gegenstände handelt.
Morsche Äste, bewegliches oder zerbrechliches Material bieten keinen
festen Halt. Soweit möglich, sollte die Leiter beim Anlehnen
befestigt werden, um ein Verrutschen zu verhindern. "Bevor man über
akrobatisches zur Seite Beugen versucht z.B. an Obst zu gelangen, ist
es besser, abzusteigen und die Leiter umzustellen. Waghalsiges
Festhalten am Obstbaum oder Verbiegen von Ästen, um an die Früchte zu
kommen, sollte man unbedingt sein lassen", rät Dunzendorfer.

Normgeprüfte Leitern und Kontrolle bieten Sicherheit

Bevor man sich auf die Leiter schwingt, ist neben der Standfestigkeit
auch der Zustand der Leiter zu überprüfen. Offensichtliche
Beschädigungen wie morsche Sprossen oder rostige Scharniere sind ein
klares Anzeichen dafür, dass die Leiter nicht verwendet werden
sollte. "Wichtig ist, dass man im Garten keine Haushaltsleitern
benutzt, sondern nur solche, die für Arbeiten im Freien geeignet
sind. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Leiter der ÖNORM
EN 131 entspricht. So ist gewährleistet, dass die Leiter hochwertig
und geprüft ist", schließt Dunzendorfer.

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit , Marketing & Kommunikation
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
mailto:elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
www.kfv.at

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