Chancengerechtigkeit als Zukunftsfrage für Frauen in Oberösterreich

Pressekonferenz mit LH-Stv. Erich Haider, BMin Gabriele Heinisch-Hosek und Landesfrauenvorsitzender Sonja Ablinger in Linz

Linz (OTS) - Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Linz
betonten Landesparteivorsitzender LH-Stv. DI Erich Haider, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Landesfrauenvorsitzende NRin Sonja Ablinger, dass noch enormes Engagement notwendig sei, um die Situation der Frauen in Oberösterreich weiter zu verbessern. Frauenpolitik ist in Oberösterreich das gemeinsame Anliegen von Frauen und Männern. Für Landesparteichef Erich Haider ist klar -Oberösterreich muss zum Frauenland werden, das ist Teil des SPÖ-Zukunftsprogramms. Untermauert wird das durch einen Blick auf die Liste für die Landtagswahl: Schon jetzt ist die Hälfte der SPÖ-Abgeordneten weiblich, auf der Landtagsliste sind 50% Frauen -auch an wählbarer Stelle - und in vier von fünf Wahlkreisen führen Frauen die Liste an.

"Oberösterreich ist ein reiches Bundesland. Was die Verteilung von Chancen und Einkommen betrifft, sind Oberösterreichs Frauen aber in mehrfacher Hinsicht benachteiligt. Es braucht einen Schritt nach vorne und deshalb ist für die SPÖ Oberösterreich Chancengerechtigkeit für Frauen bei den Wahlen am 27. September das Zukunftsthema. Frauen leisten viel und sind gut ausgebildet, trotzdem haben sie nach wie vor nicht die gleichen Möglichkeiten wie Männer. Wir machen Chancengerechtigkeit für Frauen in Oberösterreich zur Zukunftsfrage und werden sie in einer SPÖ-geführten Landesregierung auch durchsetzen", betonte Landesparteichef LH-Stv. DI Erich Haider.

Oberösterreich ist Schlusslicht bei den Vollzeitarbeitsplätzen für Frauen, es gibt überdurchschnittlich viele Teilzeitbeschäftigte, der Einkommensunterschied gegenüber Männern ist so groß wie in keinem anderen Bundesland, Kinderbetreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren sind rar. Wenn Frauen nach der Babypause wieder in den Beruf einsteigen, erreichen sie nie mehr das Einkommen, das sie vor der Karenzzeit hatten. Außerdem gibt es zu wenig Unterstützung für Frauen, die daheim ihre Angehörigen pflegen.

Eine groß angelegte Befragung ("Frau.Macht.Politik"; befragt wurden 7000 Frauen in über 70 Gemeinden) der SPÖ Frauen zeigt, dass Frauen diese Ungerechtigkeiten stark wahrnehmen und sich mehr Engagement von der Politik erwarten, vor allem in Hinblick auf ihre beruflichen Chancen. Die Befragung hat ergeben: Eigenständigkeit und Unabhängigkeit ist für alle Frauen von großer Bedeutung. 93% der Frauen halten ein eigenes Einkommen wesentlich für Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein. Frauen am Land sind ebenso stark beruflich orientiert wie in den Städten.

Thema Einkommensunterschiede in Angriff nehmen

"Oberösterreich ist das Industriebundesland Nummer 1, aber was erwirtschaftet wird, wird nicht gerecht verteilt, das muss sich ändern", betonte Erich Haider und bekräftigte seine Unterstützung für Frauenministerin Heinisch-Hosek, die jetzt das Thema Einkommensunterschiede angehen will.

Die Einkommenssituation soll in Betrieben ab einer Größe von 25 Mitarbeiterinnen anhand einfacher Fragebögen erhoben werden. Sanktionen werde es keine geben, vielmehr wolle man die Betriebe beraten, betreuen und bei der Umsetzung von mehr Einkommenstransparenz unterstützen, erläuterte Heinisch-Hosek. "Wir werden gesetzlich festlegen, wie wir in Betrieben ab einer bestimmten Größe betriebsintern die Gehälter offenlegen, um zu sehen, ob es Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt". Das werden wir ins Gleichbehandlungsgesetz schreiben. Da unterstützt mich Sozialminister Rudi Hundstorfer sehr und auch Erich Haider", betonte die Frauenministerin und hob hervor "wie vorbildlich die SPÖ Oberösterreich ist, was die kontinuierliche Arbeit für die Frauen angeht. Hier werden nicht nur Lippenbekenntnisse abgegeben, sondern es wird beständig für eine Besserstellung der Frauen gearbeitet".

Landesfrauenvorsitzende Sonja Ablinger schlägt die Einrichtung eines uni-nahen Kompetenzzentrums für Oberösterreich vor, das einen Gleichstellungsplan entwickelt und Betriebe berät. Diese Unternehmen sollen bei der Umsetzung unterstützt und in einem nächsten Schritt die öffentliche Auftragsvergabe an die Einhaltung bestimmter Gleichstellungsmaßnahmen gekoppelt werden.

"Oberösterreich war in Frauenfragen bisher Schlusslicht, weil Dr. Pühringer Landeshauptmann war! Grund genug, diesen Hauptmann auszuwechseln, der - so wie schon in den letzten 90 Jahren unter seinen Vorgängern in der ÖVP - keine Frau in der Landesregierung hat. Die Realitätsverweigerung und Rückständigkeit der ÖVP ist den oö. Frauen im wahrsten Sinn des Wortes teuer zu stehen gekommen. Genau das können wir uns nicht mehr leisten. Und das wollen wir uns auch nicht mehr leisten. Wirksame Frauenpolitik und Gleichstellung ist möglich - auch in Oberösterreich", sieht Landesfrauenvorsitzende NRin Sonja Ablinger die Zeit reif für einen Wechsel an der Spitze unseres Landes.

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