Theater der Jugend geht in 77. Saison

Dieses Jahr mit acht Eigenproduktionen, einer Uraufführung und vielen neuen Gesichtern

Wien (OTS) - Mehr als erfolgreich bilanzierte Thomas Birkmeir, Leiter des Theaters der Jugend, im Zuge des Pressegesprächs am Montag die letzte Saison. Mit 262.000 Besuchern, davon 129.100 im eigenen Haus, 41.000 Abonnenten und einer Gesamtauslastung von 94,26 Prozent stelle man nicht zuletzt die Erfolge Klaus Paymanns in Berlin in den Schatten, so Birkmeier scherzhaft. Die Erfolge können sich auch insofern sehen lassen, als das Theater der Jugend mit einer Eigendeckungsrate von 45 Prozent zu kämpfen habe. In der 77. Saison stehen nun acht Eigenproduktionen mit einer Uraufführung und einer deutschen sowie einer österreichischen Erstaufführung auf dem Programm. Unter den neuen Gesichtern ist Oberspielleiter Henry Daniel Mason, als Chefdramaturg zurückgekehrt ist Gerald Maria Bauer.****

Lebenswirklichkeiten von Jugendlichen aufgreifen

Neben dem Lust-Machen auf Theater und der Verminderung der Schwellenangst vor Kunst und Kultur stellt Birkmeir auch einen gesellschaftspädagogischen Anspruch. Man müsse Jugendlichen "Handwerkszeug mitgeben", um selbstbestimmt agieren zu können und "unappetitlichen Parolen" entgegenzutreten. Deshalb sei diese Saison den "Helden des Alltags" gewidmet.

Den Anfang macht "Vom Jungen, der in ein Buch fiel" von Alan Ayckbourn (Premiere am 13. Oktober) im Renaissancetheater, bei der Folke Braband Regie führt. Die erste gezeigte Produktion im Theater im Zentrum ist "Krabat" (Premiere: 20. Oktober, Regie Michael Schachermair).

Im Renaissancetheater werden weiters gezeigt: "Das doppelte Lottchen" von Erich Kästner (Premiere 15. Dezember, Regie: Markus Flekel), zu sehen bis 20. Jänner 2010, sowie die deutschsprachige Erstaufführung von Charles Dickens "Große Erwartungen" (Premiere 10. Februar 2010, Regie Henry Mason), die bis 3. März 2010 läuft. Die Emanzipationsgeschichte "Wie verliebt man seinen Vater" von Malika Ferdjoukh erlebt am 23. März 2010 seine Uraufführung (Regie Eva Maria Gsöllpointner), den Abschluss im Renaissancetheater macht "Pinocchio" in einer Interpretation von Thomas Birkmeir (Premiere am 20. Mai 2010, Regie Henry Mason).

Das Theater im Zentrum zeigt nach "Krabat" die Produktion "Creeps" von Lutz Hübner (Premiere am 16. Jänner 2010, Regie Gerald Maria Bauer) und schließt mit der österreichischen Erstaufführung "Märchenherz" von Philip Ridley (Premiere 20. April 2010, Regie Frank Panhans)

Nachwuchsförderung und Theaterpädagogik

Bis dato kann das Theater der Jugend mit sieben Nestroy-Nominierungen in den letzten sieben Jahren aufwarten, junge Talente, die am Theater der Jugend firmierten, wurden an namhafte Häuser gerufen. Darunter Sebastian Wendelin, der am Staatsschauspiel Dresden engagiert wurde oder Silvia Meisterle, die jetzt im Theater in der Josefstadt zu sehen ist.

In punkto Theaterpädagogik hob Birkmeir die Pilot-Kooperation mit dem Kinderschutzzentrum Wien besonders hervor, die heuer in ihr zweites Jahr geht. Dabei wird Mädchen ab 13 Jahren, die Gewalterfahrungen ausgesetzt waren, die Möglichkeit gegeben, diese durch Theaterspielen besser zu verarbeiten.

Informationen zu Spielplan und Theaterpädagogik unter www.tdj.at . (Schluss) kad

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