Pirklhuber: Berlakovich blockiert Einstieg in den Biolandbau

Bio-Einstiegsstopp Herbst 2009 gefährdet Bio-Erfolgsgeschichte - Studie belegt ökologischen Mehrfachnutzen des Biolandbaus

Wien (OTS) - Eine heute im Auftrag der AMA vorgestellte Studie bestätigt neuerlich, dass der Biolandbau für Klima-, Wasser- und Bodenschutz, sowie für den Schutz der biologischen Vielfalt und eine artgerechte Tierhaltung steht. "Daher ist nur der Biolandbau zukunftsfähig und muss offensiv ausgebaut werden. Stattdessen passiert aber das Gegenteil", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen Wolfgang Pirklhuber. "Wenn DI Lindner vom Landwirtschaftsministerium betont, dass Österreich die führende Bio-Nation in Europa sei, dann ist es mehr als kontraproduktiv, dass mit dem sogenannten Herbstantrag 2009 die Möglichkeit endet, im Rahmen des Agrarumweltprogramms ÖPUL auf die Maßnahme "Biologische Wirtschaftsweise" umsteigen zu können", erklärt Pirklhuber.

Pirklhuber brachte bereits im Parlament einen Antrag zur Verlängerung der Einstiegsmöglichkeit in den Biolandbau ein, die Regierungsparteien lehnten jedoch ab. "Der Einstiegstopp steht im Widerspruch zu allen Lippenbekenntnissen für den biologischen Landbau. Ich fordere Bundesminister Berlakovich erneut auf, die drohende Bio-Blockade abzuwenden und auch über das Jahr 2009 hinaus einen Einstieg in das Bio-Förderungsprogramm zu ermöglichen".

Die Biolandwirtschaft verfüttert keine Gentechnik-Futtermittel und verzichtet auf Futtermittelimporte aus den armen Ländern. "Wer für eine 'saubere' bzw. gentechnikfreie Fütterung eintritt, muss auch den Menschen in Südamerika eine 'saubere' Landwirtschaft ermöglichen. Die AMA muss daher endlich über den Tellerrand blicken und sehen, welcher Schaden in Südamerika durch die Futtermittelimporte hinterlassen wird. Eine gentechnikfreie Fütterung ist daher nicht nur für den Biolandbau, sondern für sämtliche tierischen Produkte die das AMA-Gütesiegel tragen, ein Gebot der Stunde", fordert Pirklhuber. "Wir haben jahrelange Überzeugungsarbeit geleistet, um in Österreich den Anbau von Gentechnikprodukten zu verbieten. Eine saubere Futtermittelwirtschaft ist der nächste logische Schritt. Wenn nun die AMA weiterhin den Einsatz von Gentechnik-Futtermitteln verteidigt, ist sie auf einem Auge blind", erklärt Pirklhuber und kündigt weitere parlamentarische Initiativen an.

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