Schulstart in Wien: Wiener Mittelschule als wegweisendes Modell

Wien (OTS) - "Dies ist ein schöner erster Schultag für Wiens SchülerInnen. Der heute erfolgte Start der Wiener Mittelschule bedeutet eine wichtige Weichenstellung in Richtung einer Schule, die sich dem Prinzip von 'Förderung statt Selektion' verschrieben hat. Wir gehen davon aus, dass wir durch diese neue Schulform die Lebens-und Zukunftschancen unserer Jugendlichen deutlich verbessern", stellte Wiens Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz zum Start der Wiener Mittelschule mit Wiens Amtsführender Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl sowie im Beisein von Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied fest.

"Bildung ist nicht statisch - die Wiener Mittelschule ist beste Beleg dafür, dass sich 'etwas bewegt' und es endlich gelingt, das Schulwesen in Österreich von der international unüblichen vorzeitigen Selektion mit 10 Jahren zu befreien. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern, die sich hierdurch beispielsweise hohe Nachhilfekosten ersparen, ist dies von großem Vorteil", so Oxonitsch weiter.

"Die Wiener Mittelschule verbindet die Stärken der verschiedenen Schularten miteinander und schafft damit die pädagogisch beste Schulform für die 10- bis 14jährigen. Die Teilnahme von sechs AHS-Standorten zeigt, dass das Ziel, eine "echte Mittelschule" jenseits der klassischen Schularten zu schaffen, auch erreicht wurde", betonte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl.

Als Kernelemente der Wiener Mittelschule hob sie hervor:

o Kein Notendruck in der Volksschule: Alle VolksschülerInnen wurden und werden unabhängig von ihrer Begabung und Lernleistung in die Wiener Mittelschule aufgenommen und nach AHS-Lehrplan unterrichtet. o Die Wiener Mittelschule verbindet die Stärken beider Schularten: Das bedeutet, Latein und Französisch oder auch Ernährung und Hauswirtschaft können von allen SchülerInnen als Pflichtunterricht besucht werden. Im Falle von besonderen individuellen Bedürfnissen (z.B. Muttersprachlicher Unterricht, Förderkurse) stehen der Wiener Mittelschule alle Fördermaßnahmen zur Verfügung, die bislang ausschließlich in Hauptschulen zur Anwendung kamen. o Neue Unterrichtsorganisation in der Wiener Mittelschule: Durch ein Kurssystem ist individueller Unterricht möglich. Dennoch bleibt der Klassenverband erhalten. Das Unterrichtsgeschehen wird durch Mehrsprachigkeit (Native Speaker Teachers, Englisch als Arbeitssprache), Ganztagsangebot, Lerncoaching-Stunden und Projekte bereichert. o Individuelle Förderung statt teurer Nachhilfe: Kernkurse umfassen rund zwei Drittel der Unterrichtszeit. Das weitere Drittel der Unterrichtszeit wird in Leistungskursen abgedeckt, entweder als Trainingskurs oder als Erweiterungskurs zur besonderen Begabungsförderung. Auf diese Weise können hohe Kosten für außerschulischen Nachhilfeunterricht vermieden werden. Überdies sinkt die Gefahr des "Durchfallens". o Projekt "Bildungskarriere": Das Projekt "Bildungskarriere" erfasst alle SchülerInnen. Nahtstellenlehrer aus verschiedenen Schulen bieten den SchülerInnen Berufs- und Laufbahnorientierung.

Aussagekräftiges Abschlusszeugnis: Das Abschlusszeugnis wird um einen "Leistungsnachweis" erweitert und ermöglicht den Zugang in jede weiterführende Schule. Der "Leistungsnachweis" informiert verlässlich über die Ergebnisse externer Lernstandserhebungen, die Teilnahme an Kursen und beschreibt Schlüsselqualifikationen. Eine aussagekräftige Erfolgsprognose wird die SchülerInnen für die Schulwahl mit dem 14. Lebensjahr vorbereiten.

Oxonitsch und Brandsteidl abschließend: "Wir danken insbesondere den LehrerInnen und Eltern, die durch ihre Zustimmung die Schaffung von 20 Wiener-Mitteschul-Standorten ermöglicht haben. Unser Ziel ist es, dass das Modell der Wiener Mittelschule ein so großer Erfolg wird, dass mittelfristig kein Weg mehr an einer flächendeckenden selektionsfreien Schulart für die 10- bis 14-jährigen vorbeiführen kann."

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