FP-Gartelgruber: Lieber ideologisches Geplapper als die Wahrheit?

Regierungspartei SPÖ ist an tatsächlicher Feststellung der Einkommensdifferenz nicht interessiert

Wien (OTS) - Wenig Interesse seitens der Regierungspartei SPÖ an der tatsächlichen Feststellung der Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern ortet die freiheitliche Frauensprecherin NAbg Carmen Gartelgruber: "Meine Anfrage an das Sozialministerium, welche Daten bzw. Parameter seitens der Sozialversicherungsträger zur Ermittlung der Differenz der Medianeinkommen von Männern und Frauen herangezogen werden, brachte ziemliche Ernüchterung: Eine detaillierte Analyse der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede sei nicht möglich, andere Daten als das sozialversicherungspflichtige Einkommen wären wegen des Datenschutzes vorgeblich nicht verwertbar. Was aber eher eine Rolle spielen dürfte, ist die Tatsache, dass die Erhebung derartiger Daten einen - nach Ansicht der Sozialversicherungsträger - ‚enormen, insbesondere in finanzieller Hinsicht nicht vertretbaren verwaltungstechnischen Aufwand‘ erfordern würde."

Und Faktoren wie die tatsächliche Tätigkeit im Betrieb (etwa IT-Fachkraft im KV-Handel), die Einstufung in die Gehaltstafel, Beschäftigungsgruppe und Berufsjahr (Seniorität) des jeweiligen Kollektivvertrages, die Anzahl der Berufsjahre in den Branchen in denen der Arbeitnehmer früher tätig war (Berufsjahrlimit bei Branchenwechsel) oder allfällige Zusatzqualifikationen die im aktuellen Betrieb oder in Vordienstzeiten erworben wurden, würden auch in absehbarer Zukunft rechnerisch ebenso wenig berücksichtigt werden, wie Daten zur Teilzeit- und Saisonbeschäftigung, erklärt die FP-Frauensprecherin: "SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer teilte dazu mit, sein Ministerium beabsichtige keine Änderung dieses Zustands und ein entsprechender Antrag meinerseits wurde im Parlament abgelehnt. Das bedeutet, die SP-Frauenpolitikerinnen können weiterhin mit Halb- und Unwahrheiten zur Einkommensdifferenz hausieren gehen."

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