LO Fischer: neues E-Zoll Verfahren verschlechtert die Zollabwicklung für Voralberger Exporteure in die CH!

Elektronische Zollabwicklung hat zu viele Unsicherheitsfaktoren für die Wirtschaft!

Wien (OTS) - Eine in der Theorie gute Idee - nämlich dem E-Zoll ab 1.September 2009 - fehlt leider noch die Praxistauglichkeit in der Realwirtschaft, so der RFW-Landesobmann, WKV-Vizepräsident Ing. Edi Fischer, in einer Aussendung.

Fischer dazu: "Bisher konnte man als Unternehmen mit der Möglichkeit der Sammelanmeldung den Zollübertritt nur mit einer Rechnung durchführen. Die Verzollung musste innert 10 Tagen nachgereicht werden. Das hat sich in der Praxis als sehr tauglich erwiesen, da gerade die exportorientierte Ländlewirtschaft Waren täglich bis kurz vor Zollschluss produziert, um termingerechte Anlieferungen zu gewähren. Das geht nun nicht mehr, da man jede Ausfuhr vorab mittels elektronischen Formularen anmelden und auf die Freigabe vom Zollrechenzentrum in Wien warten muss. Neben dem Unsicherheitsfaktor der Freigabe in einem angemessen Zeitraum kann der Zoll auch die Ware einer Stichprobe unterziehen, was zu weiteren Verzögerungen führen könnte. Darüber hinaus sind die EDV Systeme von Österreich und der Schweiz nichtkompatibel und daher sind Kosten für die Unternehmen in Höhe von mehreren tausend Euro fällig. Weiters verlangen die CH Zollbehörden einen Firmensitz innerhalb der CH. Hier haben die meisten Vorarlberger Firmen ein weiteres Problem, das so nicht zu lösen sein wird."

Der E-Zoll hat noch zu viele Kinderkrankheiten, die erst geheilt werden müsse. Normalerweise sollten Neuerungen Verbesserungen bringen, keine Verschlechterungen! Daher würde es Sinn machen die Übergangsfrist von 3 Monaten soweit zu erweitern, bis alle Praxismängel beseitigt sind, denn nur dann macht es einen Sinn auf das neue System zurückzugreifen, so der RFW-Landesobmann Ing. Edi Fischer, abschließend (Ende)mb

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