Neues Volksblatt: "Arbeiter" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 4. September 2009

Linz (OTS) - Die SPÖ Oberösterreich hat die Arbeiter wieder entdeckt. Sie will, wie Parteichef Erich Haider in einer Pressekonferenz mitteilte, ein "Netzwerk der Menschlichkeit" über sie ausbreiten.
Dass die Neuentdeckung der Arbeiter durch die SPÖ in den Wahlkampf fällt, ist kein Zufall. Denn in erster Linie geht es bei dieser Hackler-Offensive nicht um Arbeitnehmerpolitik, sondern darum, jene ins rote Boot zurückzuholen, die zuletzt zur FPÖ abgewandert sind. So gesehen geht es nicht um Menschlichkeit der SPÖ den Arbeitern gegenüber, sondern um das Flehen der SPÖ, die Arbeiter mögen sich bei der Landtagswahl ihr gegenüber menschlich zeigen - und nicht FPÖ wählen.
Ob's was nützt? Bei der AK-Wahl hat die SPÖ jedenfalls einen ordentlichen Denkzettel bekommen. Was kein Wunder ist bei der Unverfrorenheit, mit der die angeblichen Arbeitnehmervertreter Parteipolitik für die SPÖ machen; und das mit den Zwangsbeiträgen der AK-Mitglieder!
Immer mehr spricht sich unter den Arbeitnehmern herum, dass sie von der SPÖ nichts zu erwarten haben - außer unerfüllbare und unfinanzierbare Wahlversprechen. Zwischen den Wahlen ist dann lang wieder nichts.
Ein Netz wird nicht genügen, um die Frustrierten wieder einzufangen.

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