Heinisch-Hosek: Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung!

Straffreiheit für Frauen, die abtreiben, muss gewahrt bleiben

Wien (SK) - "Frauen, die abtreiben, machen sich diese Entscheidung nicht leicht, die gesetzlichen Möglichkeiten dafür sind aber wichtig", betonte Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag bei einer Protestkundgebung für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen mit Nachdruck. Anlass für die Kundgebung war eine Demonstration von Abtreibungsgegnern anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Abtreibungsklinik am Fleischmarkt. "Wenn sich Frauen für eine Abtreibung entschieden haben, dann bin ich verpflichtet, sie zu schützen", erklärte Heinisch-Hosek ihren Standpunkt. ****

Die Frauenministerin fordert Schutzzonen in der Umgebung von Abtreibungskliniken, denn "es muss möglich sein, dass Frauen diese Kliniken ohne Psychoterror betreten können." Eine weitere Forderung ist der Zugang zur Verhütung besonders für Jugendliche und eine neue Form von Sexualerziehung. Ein Schwangerschaftsabbruch sollte auch in allen Kliniken möglich sein. "Und ich trete gegen Beratungszwang und eine verpflichtende Bedenkzeit ein", so die Frauenministerin.

Durch die Kundgebung führte die Wiener Vizebürgermeisterin und Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen Renate Brauner. Sie betonte, dass es eine Beleidigung für alle Frauen wäre, das jahrelang erkämpfte Recht auf Abtreibung infrage zu stellen und bedankte sich bei allen, die ihre Dienste für diese Frauen in verschiedenen sozialen Einrichtungen leisten. Und auch die Frauenministerin betonte abschließend, dass sie sich bei allen bedankt, die bei der Kundgebung ihre Solidarität zeigten. (Schluss) bj

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