FPÖ-Neubauer: Dokumentationsarchiv schweigt zur Namensgebung nach Marie Stopes

Linke sollen bei Demo auch an Häupl appellieren, Wiener Abtreibungsklinik umzubenennen

Wien (OTS) - Die Zeitung "LifeSiteNews" berichtet in ihrer Ausgabe vom 2. September 2008 in einem Artikel über das Abtreibungs-Ambulatorium am Standort Fleischmarkt 26 in der Wiener Innenstadt: "Es wird mitgeteilt, dass die Tagesklinik im Jahr 1999 bzw. die Einrichtung Teil des Netzwerkes "Marie Stopes International (MSI)" wurde. Als Non-Profit-Organisation ist MSI, nach der Frauenrechtlerin Marie Stopes benannt. Eines der größten internationalen Netzwerke, das sich im Gesundheitssektor für Frauen, im Speziellen in der reproduktiven Medizin und Familienplanung, bewegt", zitierte der freiheitliche NAbg. Werner Neubauer.

"Es scheint bemerkenswert, dass es in Wien unter einem roten Bürgermeister Häupl möglich ist, Plätze und Straßen, aber eben auch Einrichtungen wie die des angesprochenen Ambulatoriums, nach Personen zu benennen, die sich in eindeutiger Art und Weise gegen die Würde des Menschen, ja in menschenverachtender Form gegen menschliches Leben im Allgemeinen ausgesprochen haben", kritisierte Neubauer.

Unter den "gestrengen" Augen des DÖW werde die Benennung nach Marie Stopes anstandslos hingenommen und toleriert, so Neubauer, der daran erinnerte, dass Marie Stopes unter anderem die verpflichtende Sterilisierung von "Unterschichtmenschen", z.B. Zigeunern(Sinti und Roma) und Mischlingen gefordert habe. Im August 1939 sandte sie einen Brief mit ihren Gedichten an den von ihr verehrten Adolf Hitler mit folgendem Wortlaut: "Dear Herr Hitler, ...", nachdem sie 1935 an dem von den Nazis unterstützten "Kongress für Bevölkerungswissenschaft" in Berlin teilgenommen hatte.
"Häupl unterstützt also eine Organisation mit klar nationalsozialistischen Zielen!", kritisierte Neubauer und forderte die sofortige Umbenennung der Einrichtung.

Die linken Demonstranten von KPÖ, Grünen und SPÖ ersuchte Neubauer, im Rahmen der Demo auf die berechtigten Vorwürfe einzugehen und seine Forderungen lautstark zu unterstützen.

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