Heinisch-Hosek nimmt an Solidaritätskundgebung für das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung teil

Werden Fristenregelung mit aller Kraft verteidigen

Wien (SK) - "Frauen zu unterstellen, sie würden sich leichtfertig für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, entspricht einfach nicht der Realität. Diese Entscheidung wird von den betroffenen Frauen niemals unüberlegt getroffen und passiert oftmals aus einer Notsituation heraus", stellte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag in der aktuellen Debatte rund um die Fristenregelung klar. ****

Die Ministerin zeigte sich empört über die menschenverachtenden Methoden der Abtreibungsgegner, die immer radikaler werden und auch vor möglicherweise strafrechtlich relevanten Methoden nicht zurückschrecken.

In einem Fax an die Frauenministerin seien die gynäkologischen Ambulatorien als Massenvernichtungsstätten bezeichnet und mit Konzentrationslagern im Zweiten Weltkrieg verglichen worden. "Das ist ein Skandal und die Umkehrung historischer Tatsachen", sagte Heinisch-Hosek am Rande der SPÖ-Präsidiumsklausur.

"Die Bundesregierung und andere Politikerinnen und Politiker, die das Recht der Frauen auf ihren eigenen Körper verteidigen mit den Schergen des Nationalsozialistischen Regimes zu vergleichen ist ein massiver Angriff auf die Demokratie", so die Ministerin. Daher werde sie rechtliche Schritte prüfen lassen.

"Ich stelle mich schützend vor die Frauen, die ihr Recht in Anspruch nehmen, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wenn sie sich dafür entscheiden. Diese Methoden zeigen einmal mehr wie wichtig es ist, die seit fast 35 Jahren bestehende Fristenregelung mit aller Kraft zu verteidigen und machen deutlich, wie notwendig es ist, Schutzzonen vor diesen medizinischen Institutionen einzurichten", sagte die Ministerin.

Sie werde aus diesem Grund heute um 18.00 Uhr beim Rathaus Wien (Rathausplatz/Ecke Felderstraße) an der Solidaritätskundgebung der SPÖ Frauen für das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung teilnehmen, sagte Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up/mp

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