Graf: Anstoßen auf Abtreibungen ist geschmacklos

"Es ist kein Zeichen von Freiheit, ungeborenes Leben zu zerstören!"

Wien (OTS) - Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf übt heftige Kritik an der für heute Abend geplanten Feier anlässlich des 30jährigen Bestehens einer Wiener Abtreibungsklinik. "Auf Abtreibungen anzustoßen hat etwas ausgesprochen Geschmackloses", so Graf. Wenn man schon mit der Fristenlösung grundsätzlich leben müsse, bestehe doch kein Zweifel daran, dass eine Abtreibung nur in ausgesprochenen Notsituationen für Frauen ein Ausweg sein darf. Die Politik sei gefordert, bessere Bedingungen für Familien und auch alleinerziehende Mütter zu schaffen, damit sie sich frei von Existenzängsten für das Leben ihrer Kinder entscheiden können.

Die von SPÖ und Grünen geplanten Demonstrationen verurteilt Graf:
"Parolen wie ,Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper’ können auch missverstanden werden als mangelnder Respekt vor dem Leben. Es ist kein Zeichen der Freiheit der Frau, ungeborenes Leben ohne Not zu zerstören."

Dringend nötig sei es, die vor einem Schwangerschaftsabbruch verpflichtende Beratung neu zu regeln. Es könne nicht sein, dass die Beratung dort stattfinde, wo nachher auch die Abtreibung durchgeführt wird. "In einer Beratung müssen einer werdenden Mutter sämtliche Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch genau erklärt werden, etwa auch die Freigabe zur Adoption. Ich kann mir schwer vorstellen, dass das in einer Abtreibungsklinik in ausreichend objektivem Maße geschieht, zumal hier ja auch wirtschaftliche Interessen dahinter stehen", so der Dritte Nationalratspräsident. Insbesondere müssten Frauen auch über das sogenannte "Post-Abortion-Syndrom" informiert werden, das bei vielen Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch zu enormen psychischen Probleme führe.

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