"Ohne Kinder gibt es keine Zukunft"

Katholischer Familienverband fordert höheren Stellenwert für den Lebensschutz

Wien, 03.09.2009 (KAP) Der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) lehnt das für Donnerstagabend vorgesehene Fest für ein Abtreibungsambulatorium im Wiener Rathaus ab und fordert die Umsetzung der "flankierenden Maßnahmen", die bei der Einführung der Fristenregelung versprochen wurden. "Auch Schule kann nur stattfinden, wenn Kinder geboren werden. Diese Selbstverständlichkeit auszusprechen, ist notwendig angesichts der aktuellen Diskussion um das von der Stadt Wien finanzierte Fest einer Abtreibungsklinik", sagte Prof. Clemens Steindl, Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs, übereínstimmend mit der Vorsitzenden des Katholischen Familienverbands der Erzdiözese Wien, Mechthild Lang, am Donnerstag. Gerade der Schulbeginn mache bewusst, dass Kinder "die zukunftssichernde Basis der Gesellschaft sind". Steindl: "Ohne Kinder keine Zukunft. Ohne Kinder veröden und sterben Gesellschaften". Deshalb sei es das vorrangige Ziel des KFÖ, "Freude an Kindern und Freude mit Kindern" zu vermitteln und ins öffentliche Gespräch einzubringen. "Das ist ein positives Alternativprogramm zu dem, was im Keller des Wiener Rathauses inszeniert wird", betonte der Präsident der größten Familienorganisation Österreichs.

"Menschliches Leben von Anfang an und in all seinen Formen zu schützen, ist für uns ein zentrales Anliegen", betonte Steindl und verwies auf das Leitbild des Verbandes, in dem der Lebensschutz einen ganz hohen Stellenwert einnimmt. "Wir stehen vollinhaltlich und dankbar zu den klaren Äußerungen von Kardinal Schönborn und den deutlichen Stellungnahmen von 'Familien-Bischof' Küng. Darüber hinaus unterstützen wir selbstverständlich die Aktivitäten der 'Aktion Leben'. Es ist nicht nur wünschenswert, sondern unerlässlich, dass - endlich - an einem 'runden Tisch' konkrete und wirksame positive Maßnahmen für schwangere Frauen in Krisen- und Notsituationen entwickelt werden. Seit 35 Jahren ist von 'flankierenden Maßnahmen' die Rede - und es bleibt beim folgenlosen politischen Gerede", so Steindl wörtlich. Ein festlicher Empfang, um die durchaus profitable Tätigkeit eines Abtreibungsambulatoriums zu würdigen, sei - nicht nur wenige Tage vor Beginn eines neuen Schuljahres - "abwegig".

"Wenn man den Paragrafen 96 ff. des Strafgesetzbuches folgt, dann ist der 'Schwangerschaftsabbruch' in Österreich prinzipiell nach wie vor verboten", sagte der Familienverbandspräsident. Daran müsse man an einem Tag wie dem 3. September "nachdrücklich erinnern". Im Paragrafen 97 seien Ausnahmeregelungen für Frauen in bedrängten Situationen geschaffen worden. Manche Leute meinten, daraus "ein generelles Recht auf Abtreibung" ableiten zu können, was "nicht zulässig ist". Die Rechtsordnung regle das Recht auf Leben und damit den Schutz des menschlichen Lebens. Für dieses grundlegende Ziel müsse der Staat in die Pflicht genommen werden, so Steindl: "Denn die Zielrichtung staatlichen Handelns kann nur sein, alles zu unternehmen, damit schwangere Frauen in Notlagen nicht so unter Druck geraten, dass Sie meinen, die Ausnahmeregelungen des Paragrafen 97 in Anspruch nehmen zu müssen".

(ende)
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0002