SP-Krotsch zu Schwangerschaftsabbruch: Frauen verdienen Schutz und Verständnis der Gesellschaft!

Wien (SPW) - "Für die Wiener SPÖ ist das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren Körper ein zentraler Grundsatz. Daher ist jede Debatte über die Fristenlösung inakzeptabel. Im Vordergrund muss die umfassende Beratung und Unterstützung der Frauen stehen, die in Wien durch ein dichtes Netz an Beratungsstellen für Frauen in Krisensituationen gewährleistet wird. Somit kann jedwede Kritik an Beratungsmangel in Wien, sei es von Seiten der katholischen Kirche oder von anderen politischen Parteien klar und deutlich zurückgewiesen werden!", betonte die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Krotsch bezugnehmend auf die laufende Abtreibungsdebatte am Donnerstag.****

"Fest steht, dass am persönlichen Recht jeder Frau, sich gegen eine Schwangerschaft zu entscheiden, nicht gerüttelt werden darf!", stellte die Frauensekretärin fest. In Wien werde die Aufklärung und Beratung von Frauen in Krisensituationen sehr ernst genommen. Generell stehen in allen geburtshilflichen Ambulanzen der städtischen Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbunds SozialarbeiterInnen der MA 11 zur Verfügung. Darüber hinaus wurde eine spezielle Ambulanz für sozial benachteiligte Frauen im Wilhelminenspital in Ottakring etabliert, die sowohl in deutscher und türkischer Sprache psychologische und soziale Unterstützung bietet. In den meisten geburtshilflichen Abteilungen der städtischen Spitäler stehen ferner Familienhebammen für sozial benachteiligte Frauen zur Verfügung.

Weiters betreibt der Gesundheitsdienst der Stadt Wien - MA 15 insgesamt vier Familienhebammen-Stützpunkte. Neben Geburtsvorbereitungskursen werden auch Einzelgespräche bzw. Einzelpaarberatungen angeboten. Auch die sexualpädagogische Aufklärung von Jugendlichen wird in Wien unterstützt: Dazu werden einerseits Sexualpädagogische Workshops an öffentlichen Schulen ab dem 13. Lebensjahr abgehalten, andererseits finden Beratungen zur Familienplanung bzw. -aufklärung an zahlreichen Stellen in Wien, wie im AKH, in der Semmelweis-Frauenklinik, in der Rudolfstiftung, im SMZ-Süd wie auch im SMZ-Ost statt.

"Die MA 40 übernimmt zudem die Kosten für den ersten Schwangerschaftsabbruch von Frauen, die finanziell nicht gut gestellt sind und Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen", informierte Krotsch und betonte hierzu, dass in allen Geburtenabteilungen der städtischen Spitäler in Wien Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden.

"All diese Maßnahmen stellen unter Beweis, dass Wien das dichteste Beratungsnetz für schwangere Frauen bietet und sowohl die Beratung von Schwangeren als auch die Möglichkeit der Fristenlösung ernst nimmt!", so Krotsch. In diesem Zusammenhang betonte die Frauensekretärin die Notwendigkeit von Schutzzonen: "Eine bundesweite Lösung für Schutzzonen vor Kliniken ist endlich zu verwirklichen. Frauen verdienen bei dieser schwierigen Situation den Schutz und das Verständnis der Gesellschaft! Es ist notwendiger denn je, dass die ÖVP hierbei ihre reaktionären Scheuklappen ablegt und im Sinne der Frauen handelt! Die Wiener SPÖ steht jedenfalls auf Seite der Betroffenen und wird dafür sorgen, dass an der Fristenlösung und dem Selbstbestimmungsrecht der Frauen nicht gerüttelt wird!", so Krotsch abschließend.

Hinweis:
Die Wiener SPÖ Frauen rufen heute zur Protestkundgebung "Selbstbestimmungsrecht von Frauen ist unantastbar" auf. Teilnehmen werden viele namhafte Politikerinnen, u. a. die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Renate Brauner, Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, sowie Frauenministerin a.D. Johanna Dohnal und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Zeit: Donnerstag, 3. September 2009, 18.00 Uhr
Treffpunkt: 1., Rathausplatz / Ecke Felderstraße (Schluss) nk

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