BMUKK fördert mit Projekt Radiodialoge - Stimmen der Vielfalt die mediale Partizipation von MigrantInnen

Kooperation mit 13 Freien Radios eröffnet berufliche und soziale Chancen

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und
Kultur fördert mit dem Projekt Radiodialoge - Stimmen der Vielfalt die mediale Partizipation von MigrantInnen. 85 Menschen unterschiedlicher Herkunft werden bei 13 Freien Radios zu RedakteurInnen ausgebildet und gestalten gemeinsam 52 Sendungen. Die innovative Radioarbeit bringt für die Beteiligten berufliche und soziale Chancen und macht sie zu wichtigen MultiplikatorInnen in den ethnischen Communities.

Kooperation VFRÖ - BMUKK

Radio machen bedeutet, sich Gehör zu verschaffen und dadurch das gesellschaftliche Leben mit zu gestalten. 85 Personen aus 24 verschiedenen Nationen nützen diese Chance und beteiligen sich am Projekt Radiodialoge - Stimmen der Vielfalt. Die TeilnehmerInnen werden bei den 13 Freien Radios in ganz Österreich redaktionell, technisch und medienrechtlich ausgebildet und produzieren in interkulturellen Teams 52 einstündige Radiomagazine. Das Projekt Radiodialoge wurde 2008 im EU-Jahr des interkulturellen Dialogs vom Verband Freier Radios (VFRÖ) initiiert und wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) gefördert. Heuer - im Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation - werden die Sendungen von allen Freien Radios österreichweit ausgestrahlt und sind zum Nachhören auf www.radiodialoge.at öffentlich zugänglich.

Für die Beteiligten ermöglicht die innovative Radioarbeit neue Erfahrungen und vielfältige Zugänge, die sie zu wichtigen MultiplikatorInnen in den Communities machen. "Verschiedene Länder, Kulturen, Charaktere und Meinungen - für mich ein Feuertopf: ich weiß, was drinnen ist, jedoch bei der Verkostung kann ich noch auf einen neuen Geschmack stoßen. Die Arbeit im Radiodialoge-Projektteam öffnet neue politische und gesellschaftliche Zugänge, die in die Gestaltung unserer Sendungen einfließen", meint Dorota Trepczyk, Redakteurin der Radiodialoge bei Radio FRO in Linz. Das Redaktionsteam bei FRO besteht aus 16 Mitgliedern aus 10 verschiedenen Nationen.

Radio als Empowerment

"Einzig durch effektive Kommunikation, mit Respekt, Offenheit, sich Einbringen und Austausch zwischen den Kulturen kann gesellschaftlicher Mehrwert entstehen", so der Konsens der TeilnehmerInnen des soziokulturellen Projekts "Bewegung - Begegnung" von Radio Proton in Vorarlberg. Im Rahmen der Radiodialoge produzierten sie eine Sendung zum Thema kulturelle Identität als Zusammenfassung ihrer Aktivitäten im Freien Radio.

Pawel Kaminski war 2008 im Team der Radiodialoge-Redaktion, heuer übernahm er den Job der Projektkoordination bei Radio Orange in Wien. Ein gutes Beispiel dafür, dass das ehrenamtliche Engagement bei den Radiodialogen und die dabei erworbenen Kompetenzen für die Beteiligten auch berufliche Chancen bringen.

Die Radiodialoge leisten einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Partizipation von MigrantInnen und zum Zusammenleben zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen. Freies Radio als niederschwelliges Medium ermöglicht den Zugang zu aktiver Medienarbeit und bildet eine Plattform des gesellschaftlichen Dialogs.

Informationen und alle Sendungen zum Nachhören: www.radiodialoge.at.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Catherine Danielopol-Hofer
Tel.: (++43-1) 53 120-2370
catherine.danielopol-hofer@bmukk.gv.at

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