Wurm zu Fristenregelung: Abtreibungen in allen Landeskliniken und Errichtung von Schutzzonen sinnvoll und notwendig

Wien (SK) - SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm sprach sich am Donnerstag gegenüber dm SPÖ-Pressedienst für die Einrichtung von Schutzzonen vor Kliniken, die Abtreibungen im Rahmen der Fristenregelung durchführen aus. "Die Möglichkeit, sich frei für den Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft zu entscheiden ist nur dann gegeben, wenn die betroffenen Frauen, auch ohne Psychoterror fürchten zu müssen, eine Klinik aufsuchen können", sagte Wurm, die bei der Gelegenheit auch die Möglichkeit zu Abtreibungen in allen Landesklinken einfordert. ****

Für zusätzliche Hürden, wie etwa einer verpflichtenden Bedenkzeit, zeigte Wurm kein Verständnis. "Keine Frau macht sich diesem Schritt leicht. Und es ist scheinheilig, etwas zwar einerseits gesetzlich zu gestatten, aber andererseits alles daran zu setzen, Abtreibungen zu verunmöglichen."

Wurm veranschaulichte etwa die derzeitige Situation in Tirol, wo es nur bei einigen wenigen niedergelassenen Ärzten möglich ist, eine Abtreibung im Rahmen der Fristenregelung durchzuführen. "Wenn eine Frau dann nach Wien fährt, um den Eingriff in einer Klinik durchführen zu lassen, soll sie auch noch eine Wartefrist in Kauf nehmen? Absurd!" Auch sei zu befürchten, dass eine solche Frist zu einer Überschreitung der Dreimonatsfrist führen könnte.

Grundsätzlich plädiert Wurm dafür, dass in allen Landeskliniken Abtreibungen vorgenommen werden sollen. "Gabi Burgstaller hat mit viel Courage gezeigt, dass das geht - ich würde mir das in allen Bundesländern und allen Landeskliniken mit gynäkologischer Abteilung wünschen."

Wurm erinnerte daran, das es mehr als 300 Beratungsstellen in Österreich gibt, die Frauen, die das möchten, in ihrer Entscheidungsfindung helfen. Wenn die jeweilige Frau sich dann aber entschieden habe, sei das zu akzeptieren. "Es geht um das Selbstbestimmungsrecht der Frauen und darum, Frauen die sich in einer sehr schwierigen Situation befinden, nicht auch noch Stolpersteine in den Weg zu legen, sondern diese aus dem Weg zu räumen." (Schluss) up

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