Ansturm auf Wiederentdeckung. Josef Maria Auchentaller im Leopold Museum

Preise am Kunstmarkt bereits verzehnfacht

Wien (OTS) - Kunstinteressierte, Journalisten, Leute aus aller
Welt interessieren sich für den bisher vergessenen Jugendstilkünstler Josef Maria Auchentaller. Seit der Eröffnung am 11. Juni 2009 brechen Lawinen an Anfragen auf das Leopold Museum ein.

Auchentaller war ein Weggefährte von Gustav Klimt und Kolo Moser und gehört zu den wichtigsten Künstlern der Wiener Secession. Er arbeitete für die Zeitschriften "Jugend" sowie "Ver Sacrum" und organisierte zahlreiche Ausstellungen der Wiener Secession.

Professor Rudolf Leopold hat diesen bedeutenden, völlig zu Unrecht vergessenen Künstler des Wiener Jugendstils wiederentdeckt und ihm die erste Einzelausstellung mit rund 300 Werken gewidmet. Erstmals ist es dem Leopold Museum gelungen, bisher in Privatsammlungen verwahrte Werke dieses Künstlers auszustellen.

Experten aus aller Welt wenden sich seit Beginn der Ausstellung an das Leopold Museum, um Informationen über diesen Jugendstilkünstler zu erhalten. Schon allein das zeigt, welchen Stellenwert die Künstler des Wiener Jugendstils mittlerweile weltweit genießen.

So wird unter anderem das New Yorker Auktionshaus "Poster Auctions International" auf der im November stattfindenden Auktion ein bisher nicht bekanntes Plakatmotiv zur Versteigerung bringen. Dieses ist von Auchentaller zwischen 1890 und 1900 entworfen worden und zeigt im Hintergrund die berühmte Praterrotunde, die 1873 zur Weltausstellung errichtet wurde.

Als Sensation entpuppten sich unter anderem auch Auchentallers Schmuckentwürfe. Bereits die in der Ausstellung präsentierten Exponate zeigen Auchentaller als kongenialen Gegenspieler zu Joseph Maria Olbrich und Kolo Moser. Die Vermutung, dass eine Reihe von bisher wohl fälschlicherweise Moser und Olbrich zugeschriebenen Schmuckstücke in Wahrheit nach Auchentallers Entwürfen gearbeitet sind, dürfte sich in vielen Fällen bewahrheiten.

Durch die Ausstellung im Leopold Museum sind internationale Schmucksammler auf Auchentaller aufmerksam geworden, so etwa ein Sammler aus den Niederlanden, in dessen Sammlung sich zahlreiche bisher nicht bekannte Werke von Auchentaller befinden. Auch aus Bratislava meldete sich ein Besitzer von Jugendstilvasen, die mit Sicherheit Auchentaller zugeschrieben werden können. Die Preise für Auchentallers Werke haben sich in den letzten Wochen am Kunstmarkt binnen kürzester Zeit verzehnfacht.

Der Plakatentwurf "Seebad Grado" oder die Entwürfe für die Secessionszeitschrift "Ver Sacrum" begeisterten bereits tausende Besucher und das Interesse an diesem Ausnahmekünstler bleibt ungebrochen.

Die Ausstellung "Jugendstil Pur! Josef Maria Auchentaller" ist nur mehr bis 21. September 2009 im Leopold Museum zu sehen.

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