Brauner: Erbitterter Widerstand gegen Beschneidung von Frauenrechten!

Wien (SPW) - "Die Selbstbestimmtheit der Frauen ist über viele Jahrzehnte hart erkämpft worden! Und es ist dem unermüdlichen Einsatz der SozialdemokratInnen zu verdanken, dass Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, aus der Illegalität geholt wurden. Deshalb ist klar: Wer immer versucht, in diesem Land Frauenrechte zu beschneiden oder gar die Uhr zurückzudrehen, wird auf unseren erbitterten Widerstand stoßen. Das gilt insbesondere in der jüngsten Debatte rund um die Fristenlösung. Es ist das Gebot der Stunde, hier Flagge zu zeigen. An der Fristenlösung gibt es nichts zu rütteln!", betonte die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Renate Brauner am Donnerstag.****

Keine Frau unterziehe sich einem Schwangerschaftsabbruch leichtfertig oder betrachte dies gar als eine Methode der Empfängnisverhütung, so Brauner weiter: "Jede derartige Unterstellung geht an der Realität vorbei und ist eine Beleidigung von Frauen in Notsituationen!" Außerdem biete gerade Wien zahlreiche Beratungsstellen für schwangere Frauen, um allen Betroffenen unterstützend zur Seite zu stehen, weshalb Kritik an mangelnden flankierenden Maßnahmen ins Leere gehe. Bedauerlich sei, dass wichtige Hilfen für Frauen mit Kindern in schwierigen Lebenssituationen immer wieder in Frage gestellt werden. Brauner erinnert in dem Zusammenhang an den Widerstand der ÖVP gegen das erhöhte Karenzgeld für Alleinerzieherinnen. "Wien verfügt über das dichteste Netz an Beratungsstellen für schwangere Frauen, vieles davon ist einzigartig in Österreich! Außerdem finanziert die Stadt Wien zahlreiche Mutter-Kind Einrichtungen, die Frauen in Krisensituationen zur Seite stehen und Wohnangebote für Mütter und ihre Kinder bieten", so Brauner zur aktuellen Situation in Wien.

Die Debatte rund um das "Pro:Woman Ambulatorium" werde auf dem Rücken der Frauen ausgetragen und werden von radikalen Abtreibungsgegnern nur als Vorwand genommen. "Reaktionär konservative Kräfte unternehmen von Neuem einen Anlauf gegen den gesellschaftlichen Fortschritt von mehr als drei Jahrzehnten. Die Fristenlösung ist heute politischer Konsens und daran wird sich nichts ändern! Den Frauen muss die Entscheidung über ihre Zukunft überlassen werden - alles andere wäre ein Rückschritt in Zeiten, die wir längst überwunden glaubten", so Brauner abschließend. (Schluss) tr

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