Papst zum "Tag der Schöpfung"

"Industrienationen müssen ihre Verantwortung für den Klimaschutz wahrnehmen"

Vatikanstadt, 31.08.2009 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat die Industrienationen aufgefordert, ihre Verantwortung für die Zukunft der Erde, vor allem beim Klimaschutz, wahrzunehmen. Es gehe nicht an, dass die Menschen in den ärmeren Ländern den größten Preis für die klimatischen Veränderungen zahlen müssten, sagte Benedikt XVI. in Castel Gandolfo. Die Umwelt sei ein Geschenk Gottes für alle.

Anlass für den Appell des Papstes ist der "Tag der Schöpfung", der am 1. September begangen wird. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Bedeutung des Lebenselements "Luft". Der "Tag der Schöpfung" geht auf eine Initiative des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel im Jahr 1989 zurück.

An den "Tag der Schöpfung" schließt sich die "Schöpfungszeit" bis zum 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus, an. Im Auftrag des "European Christian Environmental Networks" (ECEN) hatte die Gründerin der österreichischen "Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung", Isolde Schönstein, bei der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV3) in Sibiu 2007 den Antrag auf Einführung der "Schöpfungszeit" eingebracht. In den Empfehlungen der EÖV3 hießt es dementsprechend wörtlich: "Wir empfehlen, dass der Zeitraum zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet wird, um den Klimawandel aufzuhalten". Die EÖV3 wurde gemeinsam vom "Rat der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE) und der "Konferenz der Europäischen Kirchen" (CEC) veranstaltet.

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