Neues Volksblatt: "Gemeinsam" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 31. August 2009

Linz (OTS) - Wer nichts einstecken kann, hat in der Politik nichts verloren; und im Wahlkampf schon gar nicht. Die Grenze ist dort, wo die politische Auseinandersetzung zur persönlichen Beleidigung wird. Und bei der Wahrheit sollte man auch noch bleiben, wenigstens halbwegs!
Was man beim Wahlkampf-Auftakt der OÖVP am Samstag in Wels zu hören bekam, war im Vergleich zu dem, was in SPÖ-Veranstaltungen über die ÖVP und andere Parteien, ja sogar über den eigenen Parteichef Werner Faymann geschimpft und gehöhnt wird, ein zartes Säuseln. Von Landeshauptmann Josef Pühringer gab es überhaupt kein böses Wort über andere Parteien oder Politiker, und auch OÖVP-Geschäftsführer Michael Strugl agierte sehr schaumgebremst.
Dem Landeshauptmann ist es ernst, wenn er die Gemeinsamkeit in schweren Zeiten beschwört und einen Wahlkampf fordert, nach dem alle einander die Hand reichen und in die Augen schauen können.
Die ÖVP hat in Wels den ersten Schritt getan und ist mit gutem Beispiel voran gegangen. Es soll alles vermieden werden, was die gemeinsame Arbeit für Oberösterreich belasten könnte.
Mit Schwäche sollte das aber nicht verwechselt werden - frei nach dem Bibelwort "Wer Wind sät, wird Sturm ernten."

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