Johannes Hahn: Starkes Netzwerk für den Forschungsstandort Europa

Forschungsminister lädt zur "Salzburg Runde"

Wien (OTS) - Forschungsminister Johannes Hahn traf am Wochenende
mit Amtskollegen sowie hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus neun mittel- und südeuropäischen Ländern zusammen. Ziel der nach 2007 zum zweiten Mal stattfindenden "Salzburg-Runde" ist eine noch engere forschungspolitische Kooperation. "Wir können den Forschungsstandort Europa nur dann weiter stärken und ausbauen, wenn wir die Zusammenarbeit und die Vernetzung zwischen den Ländern verstärken und gemeinsame Forschungsinfrastrukturen entwickeln", betonte Hahn.

Der mittel- und südeuropäische Raum dürfe in der Forschung "keine Nebenrolle einnehmen, sondern muss durch attraktive Forschungseinrichtungen junge Forscherinnen und Forscher anziehen", so der Minister. Durch die Zusammenarbeit von Ländern mit vergleichbarer Größe und Struktur ergebe sich "eine Stärkung für die jeweiligen Forschungsstandorte und damit auch ein Mehrwert für Europa". Ein Beispiel für die Bedeutung von Kooperationen kleiner Staaten ist die weitgehende Einigung dreier Länder (Rumänien, Tschechien, Ungarn) auf die Errichtung einer gemeinsamen Forschungsinfrastruktur im Bereich der Laserforschung.

Teil des zweitägigen informellen Treffens war u.a. eine Diskussion über aktuelle strategisch wichtige Fragestellungen auf europäischer Ebene, insbesondere im Rahmen der "European Roadmap for Research Infrastructures". Sie umfasst 44 Projekte aus den unterschiedlichsten Disziplinen und wurde vom "European Strategy Forum on Research Infrastructures" (ESFRI) im Auftrag des Europäischen Rates erstellt und 2008 aktualisiert. Einen aktuellen Überblick gab es dazu vom ESFRI-Vorsitzenden Carlo Rizzuto. Für Forschungsminister Hahn ist diese Roadmap "von zentraler Bedeutung für die künftige Positionierung des europäischen Forschungsstandortes, denn optimale Rahmenbedingungen und eine Top-Infrastruktur sind grundlegende Voraussetzungen für die künftige Entwicklung Europas".

Am heutigen Tag stand der "Ljubljana-Prozess" im Mittelpunkt. Er befasst sich seit der slowenischen EU-Präsidentschaft 2008 sowohl mit den langfristigen Zielen als auch mit der Umsetzung dieser Ziele im Europäischen Forschungsraum. Luke Georghiou von der Universität Manchester zog dazu eine Zwischenbilanz und gab einen Ausblick auf künftige Chancen und Wege zur verbesserten Gestaltung des Europäischen Forschungsraums.

An dem informellen Treffen in Salzburg nahmen heuer Minister bzw. hochrangige Vertreterinnen und Vertreter folgender Länder teil:
Bulgarien, Malta, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Schweiz, Tschechien, Ungarn und Zypern.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWF0001