Neues Volksblatt: "Kassandra" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 29. August 2009

Linz (OTS) - s liegt in der Natur einer Wahlauseinandersetzung,
dass die Parteien die verschiedensten thematischen und argumentativen Möglichkeiten für sich nützen. Das ist legitim. Allerdings gibt es dabei Grenzen, oder sollte es geben. Eine dieser Grenzen ist dort, wo durch die Thematisierung im Wahlkampf einem Unternehmen massiv geschadet wird. Und genau das ist im Fall der Voest im Jahr 2003 geschehen. Die Haider-SPÖ hat nicht einen sondern eine ganze Mannschaft von Teufeln an die Wand gemalt und unter dem Schlagwort "Ausverkauf" Szenarien entwickelt, im Vergleich zu denen jeder Horrorfilm ein Schlafmittel war. Dass alle diese lautstarken Rufe der Kassandra aus dem roten Eck sich als warme Luft erwiesen haben, das zeigte sich in den vergangenen Jahren, als das Linzer Paradeunternehmen wirtschaftlich florierte und es zeigt sich auch jetzt: Obwohl die Wirtschaftskrise noch Realität ist, kann die Voest in Linz bereits wieder auf Kurzarbeit verzichten. Doch das juckt Haider und seine SPÖ nicht. Im Gegenteil, man hat sich diesmal die Energie AG auserkoren, um vor dem "Ausverkauf von irgendwas" zu warnen und auch sonst wieder die Teufels-Genossenschaft an die Wand zu pinseln. Rote Kassandra - what else?

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