Abtreibungsdebatte - Marek: „Zu ernst für Cocktailpartys“

Familienstaatssekretärin: „An den flankierenden Maßnahmen arbeiten!“

Wien, 28. August 2009(ÖVP-PD) Als „zu ernst für Cocktailpartys“ bezeichnet ÖVP-Familienstaatssekretärin Christine Marek die geplanten Feierlichkeiten anlässlich des dreißigjährigen Bestehens einer Abtreibungsklinik in Wien und äußert ihr Befremden über die Reaktion der SPÖ auf das Schreiben von Kardinal Schönborn zur Fristenregelung: „Auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist, so ist von einer Kanzlerpartei gerade bei einem derart wichtigen Thema Respekt und Ernsthaftigkeit in der Diskussion zu erwarten.“ Kritisiert werden von Marek die Aussagen der SPÖ-Frauen: „Wer vorgibt im Interesse der Frauen zu handeln, sollte in dieser sensiblen Frage nicht mit Ignoranz und Grobheit antworten.“ ****

Für die Familienstaatssekretärin stand und steht die Fristenregelung absolut außer Streit, allerdings fehlt es bis dato an flankierenden Begleitmaßnahmen. „Keine Frau macht sich die Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch leicht – was ja auch die SPÖ so sieht. Allerdings frage ich mich dann, warum es bis heute so schwierig ist, über Maßnahmen zu diskutieren, die Frauen bei dieser Entscheidung – und vor allem auch in der Frage über Alternativen – zu unterstützen und zu begleiten.“, so Marek.

Als ersten Schritt wird die Familienstaatssekretärin daher im Herbst gemeinsam mit den Präsidenten der Ärztekammer und der Apothekerkammer eine Informationsbroschüre präsentieren, die schwangere Frauen über die unterschiedlichen Beratungsangebote informieren und Hilfestellung geben soll. Diese Broschüre soll von ÄrztInnen und in Apotheken beim Kauf eines Schwangerschaftstests ausgegeben werden und soll dazu beitragen, in einer schwierigen Situation einen Schwangerschaftsabbruch nicht als einzig möglichen Weg zu sehen, ohne aber Druck auf die betroffenen Frauen auszuüben. Entwickelt wurde die Broschüre unter Mitwirkung der Lebensschutzbeauftragten der Erzdiözese Wien, Dr. Stephanie Merckens sowie die „Aktion Leben“.

Als weitere Maßnahme wird das Familienstaatssekretariat gemeinsam mit der Ärztekammer im Spätherbst eine Informationsveranstaltung durchführen, bei der Ärztinnen und Ärzte für den Umgang mit Schwangeren in schwierigen Situationen sensibilisiert werden sollen, da gerade der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin hier der erste Ansprechpartner bzw. die erste Ansprechpartnerin ist.

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