Industrie: Arbeitsmarktöffnung für Asylwerbende sinnvoll

IV-GS Beyrer: Debatte sachlich führen - Mehrheit für Arbeitserlaubnis - Industrie hat konkreten Vorschlag unterbreitet

Wien (OTS) - (PdI) "Eine befristete Beschäftigungsbewilligung für legal in Österreich lebende Personen mit einer nachgefragten Qualifikation ist sowohl für die betroffenen Asylwerberinnen und Asylwerber als auch für Wirtschaft, Gesellschaft und den Staatshaushalt sinnvoll. Die Debatte soll jedenfalls sachlich geführt werden", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Freitag. So würden Kosten für (Re-)Qualifizierungen im Falle eines positiven Asylbescheids wegfallen, was derzeit aufgrund lang dauernder Verfahren oft ein Problem darstelle. Erwerbstätigkeit sei ein wichtiger Integrationsfaktor und der Staat würde sich zudem hohe Grundversorgungskosten sparen, wenn Asylwerberinnen und Asylwerber für Ihren Unterhalt selbst aufkommen können. "Nicht zuletzt würde eine Arbeitserlaubnis auch dabei helfen, Schwarzarbeit und Kriminalität zu verhindern und kann zur Verhinderung von Diskriminierung und Ghettoisierung beitragen", so Beyrer. Es sei grundsätzlich positiv, dass die Frage thematisiert werde.

Der IV-Generalsekretär verwies auf eine eben durchgeführte Fessel&GfK-Umfrage, wonach 56 % der Bevölkerung zustimmen, dass Asylwerberinnen und Asylwerber arbeiten dürfen sollen, während sie auf ihren Asylbescheid warten. "Seitens der Industrie haben wir schon seit längerem einen konkreten Vorschlag unterbreitet, wie sich der Arbeitsmarkt für Asylwerbende öffnen ließe, ohne Turbulenzen am Arbeitsmarkt auszulösen", so Beyrer. Nach einer Frist von vier bis sechs Monaten nach Asylantragseinbringung sollten demnach Asylwerberinnen und Asylwerber einen tatsächlich realisierbaren Zugang zum Arbeitsmarkt auch abseits von Saisonniertätigkeiten mittels einer auf ein Jahr befristeten Beschäftigungsbewilligung erhalten. Sollte das Asylverfahren vor Ablauf der Frist rechtskräftig abgeschlossen sein, endet auch die Gültigkeit der Beschäftigungsbewilligung. Eine Verdrängung von Inländerinnen und Inländern sei aufgrund des bereits vorhandenen Ersatzkräfteverfahrens ohnehin nicht möglich, sagte der IV-Generalsekretär.

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