Gaßner: Donauuferbahn soll durchgehend fahren

Niederösterreich muss Blockade aufgeben

Wien (SK) - "Das Land Niederösterreich ist dringend aufgerufen, sich an der durchgehenden Befahrbarkeit der Donauuferbahn aktiv zu beteiligen", fordert der Kommunal- und Landwirtschaftssprecher der SPÖ im Nationalrat, Kurt Gaßner. Die attraktive Bahnstrecke, die von Linz über Mauthausen durch Nibelungengau und Strudengau führt und schließlich die Wachau bis Krems befährt, ist teilweise von der Einstellung bedroht. Der Grund: das Land NÖ will sich nicht an den Kosten für eine Sanierung der Gleisanlagen zwischen St. Nikola in OÖ und Spitz in der Wachau (NÖ) beteiligen. ****

Finanzierung steht, wenn sich Land NÖ beteiligt

Dabei sind seitens des Landes OÖ und auch des Bundes alle Voraussetzungen geschaffen, um eine gemeinsame Finanzierung aller Betroffenen sicher zu stellen. "Sowohl der oö. Landeshauptmannstellvertreter Erich Haider als auch Verkehrsministerin Bures haben ihren Anteil an der Finanzierung, die insgesamt ca. 80 Mio. Euro beträgt, zugesagt. Bedingung ist allerdings, dass sich auch Niederösterreich als betroffenes Bundesland beteiligt", so Gaßner.

Das Land OÖ hat sogar auf Initiative von LHStv. Haider einen Landtagsbeschluss dazu getroffen. Darüber hinaus werden in OÖ die Bahnsteige der Donauuferbahn behindertengerecht ausgebaut. Das Land reagiert damit auch auf die steigende Inanspruchnahme des öffentlichen Nahverkehrs, die teilweise über 20 Prozent im Vergleich 2007:2008 beträgt.

SchülerInnen, PendlerInnen, Freizeitgäste betroffen

"Dies alles verdeutlicht, wie wichtig der SPÖ der Nahverkehr ist. Auf der Donauuferbahn verkehren wochentags hauptsächlich SchülerInnen und PendlerInnen. Am Wochenende ist die Strecke durch Freizeitgäste sehr stark genutzt. Die Weigerung der ÖVP, sich an der Sanierung der Bahn zu beteiligen, ist insofern verwunderlich, als sie in Sonntagsreden die Bedeutung des ländlichen Raumes und ihre eigene Wirtschaftskompetenz hervorhebt", kritisiert Gaßner die offensichtliche Doppelmoral.

Der Bezug auf die Wirtschaftskompetenz kommt nicht von ungefähr, da die Donauregion insgesamt eine wichtige touristische Funktion hat. Erholungssuchende, FahrradtouristInnen, Weinurlauber usw. sind wichtige Zielgruppen für den Tourismus in dieser Region.

"Der Tourismusreferent in OÖ, Landesrat Sigl (ÖVP), ist hiermit aufgerufen, seine Gesinnungsfreunde in NÖ von der Wichtigkeit der Bahnstrecke zu überzeugen. Die SPÖ ist jedenfalls bereit, für die Bevölkerung diesen wichtigen verkehrsmäßigen und wirtschaftlichen Faktor zu sanieren und damit in verbesserter Form zu erhalten", so der Abgeordnete abschließend. (Schluss) mx/mp

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