ÖAMTC: Das bringt das Verkehrssicherheitspaket ab 1. September

Verbesserte Mopedausbildung, Nachsitzen für sorglose Eltern sowie höhere Strafen für Alkolenker und Temposünder - alle Infos in neuer Broschüre von ÖAMTC und BMVIT

Wien (OTS) - Am 1. September tritt mit der 12. Führerscheingesetz-Novelle (FSG-Novelle) das neue Verkehrsicherheitspaket in Kraft. Damit werden einige Strafsätze erhöht und vor allem die Dauer des Führerscheinentzuges nach Alkoholdelikten verlängert. ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer: "Die neuen gesetzlichen Regelungen können nur funktionieren, wenn sie auch bekannt sind." Um die Sanktionen nach schweren Verkehrsübertretungen übersichtlich zusammenzufassen, gibt der ÖAMTC gemeinsam mit dem Verkehrsministerium eine Informationsbroschüre heraus. Der ÖAMTC bietet diese Broschüre zum Download im Internet (www.oeamtc.at/vormerksystem) und ab Anfang September an allen ÖAMTC-Dienststellen an.

Neben den bereits viel diskutierten Strafverschärfungen für Alkolenker und schwere Temposünder sowie den vereinheitlichten Strafen für Tempoüberschreitungen auf den Autobahnen treten mit September auch die verpflichtende Ausbildung für Mopedfahrer und neue Kindersicherungskurse im Rahmen des Vormerksystems in Kraft.

Verpflichtende Schulung für Fahrer von Mopeds und vierrädrigen Leicht-Kfz

Ab sofort gilt: Mit In-Kraft-Treten der 12. FSG-Novelle ist das Lenken eines Mopeds, eines vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugs (inkl. Quads bis 45 km/h) sowie eines Invalidenkraftfahrzeugs nur mehr mit Ausbildung und Ausweis erlaubt. Grund für diese neue Regelung ist, dass die Zahl der tödlichen Mopedunfälle in jüngerer Zeit stark angestiegen ist. Dem wird nun eine verbesserte Mopedausbildung entgegengesetzt, die zwei zusätzliche Stunden Praxistraining auf der Straße beinhaltet. "Das wird den oftmals jugendlichen Mopedlenkern mehr Sicherheitsbewusstsein und Wissen zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr vermitteln", sagt der ÖAMTC-Experte. Ältere Mopedlenker, die bisher ohne Ausweis fahren durften, haben zwei Jahre Zeit, sich den Ausweis ohne Ausbildung abzuholen. Aber Achtung: Ab 1. September darf niemand mehr ohne Mopedausweis unterwegs sein. Wer seine Lenkberechtigung verloren hat - beispielsweise durch Schnellfahren oder Alkohol am Steuer - darf aus diesem Grund auch kein vierrädriges Leichkraftfahrzeug ("Mopedauto") steuern.

Zwei Vormerkungen beim Kinderschutz - ab zum Kindersicherungskurs

Schon bisher hat man einen Schlechtpunkt im Vormerkssystem erhalten, wenn man ein Kind im Auto nicht gesichert hat. Wird man beim zweiten Vormerkdelikt erwischt und war man davon mindestens einmal mit einem ungesicherten Kind im Auto unterwegs, muss man nun zu einem speziellen, halbtägigen Kindersicherungskurs. Ziel des Vormerkssystems ist, die Zahl der Wiederholungstäter im Straßenverkehr zu verringern. "Die Erfahrungen der ersten Jahre seit Einführung des Vormerksystems zeigen eine positive Wirkung. Die Kombination von Strafe und bewusstseinsbildender Maßnahme haben mehr Effekt, als die Strafe alleine", so der ÖAMTC-Jurist abschließend.

Alle Informationen rund um die Rechtsfolgen schwerer Verkehrsübertretungen findet man in der neuen ÖAMTC-Informationsbroschüre zum Download unter www.oeamtc.at/vormerksystem .

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