Schwenter: Frauengesundheit nicht leichtfertig aufs Spiel setzen

Grüne: 30-jähriges Bestehen der pro:woman-Ambulanz ist Grund zum Feiern

Wien (OTS) - Die Aussagen der Kirchenvertreter anlässlich des 30-jährigen Bestehens des pro:woman-Ambulatoriums sind für die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner, nicht nachvollziehbar: "Die Fristenlösung und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen dürfen nicht angetastet werden. Das pro:woman-Ambulatorium hat viel für die psychische und physische Gesundheit von Frauen getan, das ist ein Grund zum Feiern. Denn Fälle, in denen Frauen an den Folgen von illegalen Abtreibungen unter unwürdigen Bedingungen leiden, gehören in Österreich zum Glück seit über 30 Jahren der Vergangenheit an."

Es sei befremdend, dass sich zum Thema Abtreibung immer wieder zuallererst Vertreter der Kirche zu Wort melden, die einen rückständigen und frauenfeindlichen Umgang mit dem Thema Sexualität propagieren.
Denn: "Keiner Frau fällt eine Abtreibung leicht. In manchen Fällen kann es für Frauen sogar aus medizinischen Gründen lebensbedrohlich sein, keinen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen. Mit dem verbalen Holzhammer auf eine derart sensible Materie einzuhauen, wie manche Kirchenvertreter dies medial tun, ist nur kontraproduktiv", meint Schwentner.
Generell sei mehr Unterstützung für schwangere Frauen, unabhängig davon ob sie sich für oder gegen eine Abtreibung entscheiden, notwendig. "Einen aktiven Einsatz für einen besseren und kostengünstigeren Zugang zu Verhütungsmitteln und mehr Sexualaufklärung wird von der katholischen Kirche leider auch nicht propagiert", so Schwentner.

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