Korun zu Asyl: Hundstorfer soll Weg für Problemlösung frei machen

Grüne begrüßen Kräuter-Vorstoß, aber wer bestimmt Kurs in SPÖ?

Wien (OTS) - Die Grünen begrüßen den Vorstoß von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter, AsylwerberInnen nicht vom Arbeitsprozess und Bildungszugang auszuschließen. "Die Bundesregierung und hier vor allem der SPÖ-Arbeitsminister Hundstorfer haben bisher wenig Interesse an einer Lösung der Integrationsprobleme erkennen lassen. AsylwerberInnen während der jahrelangen Verfahren von Arbeitsmarkt und Bildungszugang auszuschließen ist unsinnig und kontraproduktiv", kritisiert die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.
Asylverfahren würden in Österreich bekanntlich bis zu acht Jahre dauern. Statt diese Jahre mit sinnlosem Warten zu verbringen, wäre es besser, AsylwerberInnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. "Viele AsylwerberInnen verfügen über gute Qualifikationen, die am österreichischen Arbeitsmarkt gebraucht werden, wie beispielsweise im Bereich der Krankenpflege. Ein effektiver Arbeitsmarktzugang würde darüber hinaus AsylwerberInnen selbsterhaltungsfähig machen und die Kosten für die Grundversorgung senken", erläutert Korun. Bereits nach derzeitiger Gesetzeslage sei es zwar für AsylwerberInnen nach drei Monaten möglich, zu arbeiten. Ein Erlass des ehemaligen Arbeitsministers Bartenstein schränkt den Zugang zum Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen jedoch auf Saisonarbeiten ein. "Jetzt stellt sich die Frage, welchen Kurs die SPÖ in der Asylfrage einschlägt. Wenn sie es mit Integrationspolitik ernst meint, muss Minister Hundstorfer den Bartenstein-Erlass zurücknehmen und den Weg für eine Problemlösung freimachen", fordert Korun.
Es gehe dabei nicht um einen automatisierten Zugang zum Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen beim Passieren der Grenze. "Es geht darum, dass AsylwerberInnen, wenn sie einen Job finden und ihre Qualifikation gebraucht wird, auch legal arbeiten können", so Korun. Auch ein Zugang zu Bildung sei insbesondere für unbegleitete Jugendliche wichtig. "Die SPÖ schaut untätig dabei zu, wie junge Menschen im Pflichtschulalter in den wertvollsten Bildungsjahren zum Nichtstun verdammt sind und nachdem das Pflichtschulalter vorbei ist, keinen Zugang mehr zu Bildung haben", so Korun.

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