FTI-Standort Tirol: Nachhaltig aus der Krise

10 Millionen Euro an zusätzlichen Technologieinvestitionen sichern Innovationskraft ab; K2-Zentrum alpS soll Wachstumsmarkt der Umwelttechnologien für Österreich sichern

Alpbach (OTS) - Alpbach: Laut Europäischem Innovationsanzeiger
2008 ist Österreich auf dem Weg zur Spitzengruppe der europäischen Technologieländer. Tirol ist ganz vorne mit an Bord. Die Tiroler Forschungsausgaben sind allein von 2002 bis 2006 um knapp 30% gewachsen, die größte Ausgabensteigerung erzielten - bundesweit - mit rund 37% die Tiroler Unternehmen. Auf die neuen Rahmenbedingungen am Weltmarkt hat das Land Tirol konsequent reagiert. Über 10 Millionen Euro fließen in eine neue, tertiäre Mechatronik-Ausbildung sowie ein Förderpaket für Forschung & Innovation der Tiroler Zukunftsstiftung. Nachhaltigkeit auch bei den Themen. Im beantragten COMET-Zentrum alpS sollen im internationalen Forschungsverbund Klimamodelle präzisiert werden und gefragte Technologien zum nachhaltigen Einsatz von Energie, Land und Wasser entstehen.

Der Weltmarkt für Umwelttechnologien verdoppelt sich bis zum Jahr 2020 auf 3.100 Milliarden Euro . Österreich setzt auf diesem Markt bisher nur einen sehr geringen Anteil um. Mit Hilfe des neuen Kompetenzzentrums alpS soll es in erster Linie österreichischen Klein- und Mittelbetrieben gelingen, in ausgewählten Nischen Marktvorsprung zu entwickeln. So sollen im Arbeitsbereich Wasser dezentrale Kleinwasserkraftwerke für fließende Gewässer entwickelt werden, die kein Wasser mehr aufstauen, um Energie zu gewinnen. Elektromobilität im alpinen Raum ist ebenso Forschungsthema wie die Energie produzierende Gebäudefassade oder innovative Speichertechnologien für Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen. Die Entscheidung, ob das neue Kompetenzzentrum genehmigt wird, fällt im Oktober 2009 bei der zuständigen Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Tirol hat bei COMET Potenzial nach oben

Mit knapp 30% weist Tirol einen ähnlich hohen Anteil an Grundlagenforschung wie die hier führende Schweiz auf. "Tirol hat mit Hilfe bundesgeförderter und eigener, regionaler Kompetenzzentren mit bisherigen Landesinvestitionen in Höhe von über 30 Millionen Euro auch die angewandte Forschung weit nach vorne gebracht. Beim COMET-Programm hat Tirol noch Potenzial nach oben; für das ambitionierte alpS-Zentrum wünsche ich gutes Gelingen", so Hahn.

Österreichische Energie- und Umwelttechnik rasch auf das Weltradar bringen

Kleine Länder wie Österreich benötigen ein klares Technologieprofil, um auf dem internationalen Bildschirm zu erscheinen. "Zusätzlich ist jetzt das Tempo besonders wichtig, mit dem wir uns über technologische Kompetenzen einen Namen machen können", sagt die Tiroler Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. "Im Sektor Energie- und Umwelttechnik bzw. Klimaschutz sind österreichische Regionen bereits ausgesprochen innovativ und zusätzlich enorm glaubwürdig. Damit bietet der Fachbereich die besten Voraussetzungen, um erste Rücklaufe aus wichtigen Technologie-Investitionen schon mittelfristig zu erzielen. Sichern wir den Markt für unser Land!" plädiert Zoller-Frischauf.

Forschungsverbund von hoher, gesellschaftspolitischer Relevanz

Insgesamt sind es 34 Forschungsprojekte, die im neuen Kompetenzzentrum mit Standorten in Innsbruck, Wien, Salzburg und Vorarlberg interdisziplinär bearbeitet werden sollen. Wichtiger Forschungspartner ist der Konsortialführer, die Universität Innsbruck. Ihr Vizerektor, Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk und Dr. Eric Veulliet, Geschäftsführer des alpS, Zentrum für Naturgefahren- und Risikomanagement, Innsbruck nehmen Stellung: "Der Klimawandel und die damit verbundenen Anpassungsnotwendigkeiten bilden einen der ganz großen Fragen- und Problemlösungskomplexe für die Zukunft. Mit professionellem Management der klimabedingt auf uns zukommenden Veränderungen können wir die alpinen Regionen als wertvolle Wirtschafts- und Lebensräume erhalten."

Das Innovationspotenzial der Klein- und Mittelbetriebe weiter ausschöpfen

Eine wichtige, technologiepolitische Aufgabe liegt in Tirol seit jeher in der Steigerung des Anteils der betrieblichen F&E-Investitionen. Eine große Herausforderung, zieht man in Betracht, dass der Anteil an Klein- und Mittelbetrieben in Tirol bei über 95% liegt. "Die strukturelle Herausforderung unserer Wirtschaft ist gleichzeitig unsere große Chance. Mit Hilfe der ausgezeichneten Kooperationskultur, die zwischen unseren Hochschulen und Betrieben bereits besteht, positionieren wir unseren Standort erfolgreich als feine Technologieschmiede. Das COMET-Zentrum alpS soll neuen, wertvollen Beitrag leisten", informiert Dr. Harald Gohm, Geschäftsführer der Tiroler Zukunftsstiftung.

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