FPÖ-Lausch: ASFINAG hat sich an eingebrockter schwarzer Suppe böse verschluckt - Erwin Prölls Danaergeschenk erweist sich als schwer verträglich!

Bürgerinitiative für den Vollausbau der Weinviertler-Schnellstraße (S3) kämpft mit bereits mehr als 1.000 Unterzeichnern für einen echten Ausbau weiter.

Wien (OTS) - Die ehemalige Bundesstraße 303 zwischen
Stockerau-Nord und Hollabrunn-Süd trägt seit dem 1. August den Namen S3 und ist mautpflichtig. Die Straße ist nicht erst seit diesem Zeitpunkt das wohl am heftigsten kritisierte Projekt der ASFINAG in Niederösterreich.

"Die neue Weinviertler-Schnellstraße samt sogenanntem Sicherheitsausbau führt in der Tat durch das Weinviertel - das ist aber auch schon alles was den Tatsachen entspricht, der Rest ist reiner Etikettenschwindel. Die Straße ist weder neu, noch ist sie durch den minimalen Aufwand den die ASFINAG betrieben hat sicherer geworden. Die brandgefährlichen Engstellen in den Brückenbereichen sind in den Augen etlicher Autofahrer nicht zu verantworten", stellt der Hollabrunner FPÖ-Bezirksobmann Christian Lausch fest.

Lausch ist verärgert: "das hohe Verkehrsaufkommen auf der Strecke verlangt einen vernünftigen Ausbau der Strecke, so wie er den Bürgern schon seit etlichen Jahren versprochen wurde. Das Ergebnis der ASFINAG-Maßnahmen ist eine alte, viel zu schmale Bundesstraße mit kleinen kosmetischen Korrekturen. Für eine echte Schnellstraße ist jeder Autofahrer bereit seinen Beitrag zu leisten, so aber stinkt es nach bloßer Mautabzocke."

Als konkrete Beispiele der verfehlten ASFINAG-Planung und Umsetzung nennt Christian Lausch zwei besondere Ärgernisse: "Die Auffahrt-Göllersdorf ist lediglich mit einer STOP-Tafel "gesichert". Obwohl ausreichend Platz vorhanden ist befindet sich dort kein Beschleunigungsstreifen. Dabei ist es extrem gefährlich aus dem Stand auf die Schnellstraße wechseln zu müssen, denn bei den z.T. sehr hohen Geschwindigkeiten in diesem Bereich ist es schwer die Entfernung des herannahenden Verkehrs korrekt abzuschätzen. Eine weitere verkehrstechnische Katastrophe ist die Engstelle zwischen Göllersdorf und Großstelzendorf. Neben dem unverständlichen Umstand, daß die Straße trotz einspuriger Streckenführung mautpflichtig ist kommen weitere Versäumnisse und Gefahrenquellen hinzu. Während der Streckenabschnitt lediglich einseitig mit Lärmschutzwänden bestückt ist (Großstelzendorfer Seite), hat man das Errichten von Wildzäunen vollkommen "vergessen". Diese Punkte sind zwingend und schnellstens im Sinne der Sicherheit zu bereinigen", gibt der Wullersdorfer Abgeordnete der ASFINAG mit auf den Weg.

Lausch steht dabei mit seiner Kritik nicht alleine. Neben dem ÖAMTC, Politikern nahezu jeder politischer Couleur, sprechen bislang über 1.000 Unterzeichner seiner ‚Bürgerinitiative für einen Vollausbau der B303/S3‘ eine mehr als deutliche Sprache. Die besorgten Anrainer und Pendler fühlen sich von der ASFINAG hinters Licht geführt. Lausch will auch in den nächsten Wochen und Monaten den Betroffenen eine Stimme verleihen und weitere Unterschriften für einen Vollausbau der S3 sammeln.

Nach einem Treffen mit der ASFINAG in dieser Woche zeigte sich der niederösterreichische FPÖ-Mandatar enttäuscht aber weinig überrascht. "Leider hat es sich wieder einmal gezeigt, daß das Staatsunternehmen so unnachgiebig wie eine Betonleitwand ist", lautet Lauschs Fazit nach dem Gespräch in der Autobahnmeisterei Stockerau.

Klar ist aber auch, dass die ASFINAG das faule Erbe der schwarzen niederösterreichischen Landesregierung antreten musste. Nachdem die Pröll-Regierung festgestellt hatte, welche Belastung die vielbefahrene Straße für sie darstellt, wurde sie an den Bund und damit an die ASFINAG geschoben, die nun ihrerseits schwer an der Kröte S3 zu schlucken hat. Vermutlich um die bittere Pille zu versüßen, wurden der ASFINAG von Seiten des Landes Niederösterreich Betontrennwände, die bei den Rettungskräften heftig umstrittenen sind, als kostenlose "Dauerleihgabe" überlassen. "Die Kosten für die aktuelle Flickschusterei wären sonst wohl weitaus höher als die angegebenen 13 Millionen Euro ausgefallen", sind sich viele Autofahrer sicher.

Christian Lausch will dennoch weiterhin massiv für einen echten Ausbau der Strecke einsetzen. "Die Bürger lassen sich von der ASFINAG nämlich nicht den "schwarzen Peter" unter der Karte "Sicherheitsausbau" verdeckt weiterreichen."
Daß die ASFINAG mit dem Ergebnis des Ausbaus der S3, das sie anpreisen muß wie Sauerbier, selbst unglücklich ist, zeigt eine Aussage eines ASFINAG-Mitarbeiters: "Vielleicht hätten wir die Baumaßnahmen lieber "Zwischenausbau" statt "Sicherheitsausbau" nennen sollen, dann wären die Bürger vermutlich weniger verärgert über das Ergebnis."

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004