Mautz an Schönborn: Fristenregelung steht nicht zur Debatte

Katholische Kirche muss Selbstbestimmungsrecht der Frauen respektieren

Wien (SK) - "Es ist höchste Zeit, dass die Katholische Kirche das Selbstbestimmungsrecht der Frauen akzeptiert und die Fristenregelung nicht mehr in Frage stellt", so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz in Reaktion auf den Brief von Kardinal Schönborn an Bürgermeister Michael Häupl, in dem Schönborn verlangte, einen Empfang aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Ambulatoriums pro:woman abzusagen. "Ich finde es unfassbar, dass die Katholische Kirche in der heutigen Zeit versucht, Veranstaltungen zu verbieten. Damit überschreitet Schönborn definitiv eine Grenze, die nicht akzeptabel ist", meinte Mautz. ****

"Die Fristenregelung steht nicht zur Debatte und wir werden keinerlei Rückschritte dulden", so die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin. "Keine Frau macht sich einen Schwangerschaftsabbruch leicht. Ihre Entscheidung muss respektiert werden", so Mautz. "Es kann nicht sein, dass die Frauen kriminalisiert werden".

Statt einer rückwärtsgewandten Diskussion würde ich mir einen Dialog mit der Katholischen Kirche über Verhütungsmittel und Aufklärung wünschen, so Mautz. "Auch die Katholische Kirche kann nicht ewig die Augen vor der Realität der Menschen verschließen. Statt verhärtete Fronten zu bilden, wäre eine zukunftsweisende Auseinandersetzung mit Sexualität und Verhütung höchste Zeit", so Mautz abschließend. (Schluss) up/mp

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