- 27.08.2009, 09:07:48
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Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der Konjunkturpakete I und II und der Steuerreform 2009
Wien (WIFO) -
Auch Österreich ist von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen,
wenngleich etwas weniger stark als der Durchschnitt der Länder im
Euro-Raum. Im Gleichklang mit den internationalen Bemühungen zur
Stützung der Nachfrage beschloss die österreichische Bundesregierung
neben Maßnahmen zur Stabilisierung des Bankensektors umfangreiche
Pakete zur Abfederung des Konjunktureinbruchs, die nun schrittweise
umgesetzt werden.
Die Maßnahmen umfassen die Konjunkturpakete I und II sowie die von
2010 auf 2009 vorgezogene Steuerreform. Sie können vereinfacht den
folgenden Kategorien zugeordnet werden:
- Ausweitung der Infrastrukturinvestitionen (kumuliert 2009 und
2010: 1.435 Mio. Euro),
- Senkung der Finanzierungskosten der Unternehmen (2.080 Mio. Euro),
- Erhöhung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte (5.953
Mio. Euro)
- Erhöhung des öffentlichen Konsums und der Subventionen (370 Mio.
Euro).
Die Summe der beiden Konjunkturpakete und der Steuerreform
entspricht 3,5% des nominellen BIP 2008 (davon vorgezogene
Steuerreform 2,1% des BIP von 2008). Darüber hinaus wenden die
Bundesländer in den Jahren 2009 und 2010 2.081 Mio. Euro zur
Konjunkturstützung auf. Insgesamt geben die öffentlichen Haushalte in
Österreich 11.918 Mio. Euro zur Konjunkturstabilisierung aus. Dies
entspricht 4,2% des BIP von 2008. Damit zählt Österreich zu jenen
Ländern, die relativ zur Wirtschaftsleistung einen umfangreichen
Konjunkturimpuls setzen.
Das WIFO untersucht in einer vor kurzem publizierten Studie die
gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der beiden Konjunkturpakete und
der Steuerreform 2009 sowie der konjunkturbelebenden Maßnahmen der
Bundesländer auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung in
Österreich in den Jahren 2009 und 2010. Zudem werden die Wirkungen
der Konjunkturmaßnahmen der 10 wichtigsten Handelspartner Österreichs
auf die österreichische Wirtschaft geschätzt.
Modellberechnungen zeigen, dass der konjunkturbedingte Einbruch in
Österreich in den Jahren 2009 und 2010 kumuliert um 2,1% des realen
BIP gedämpft wird. Knapp die Hälfte dieses Impulses entsteht durch
die auf der Bundesebene implementierten Konjunkturpakete und die
Steuerreform, 0,4 Prozentpunkte durch die Maßnahmen der Bundesländer.
0,8 Prozentpunkte sind auf die Konjunkturpakete der wichtigsten
Handelspartner Österreichs zurückzuführen.
Die Wirkung der nationalen und internationalen Maßnahmen sichert
im Jahr 2009 23.500 und im Jahr 2010 kumuliert 41.500 Personen die
Beschäftigung und dämpft den Anstieg der Arbeitslosenquote im Jahr
2010 um 0,7 Prozentpunkte. Die Inflation beschleunigt sich mäßig
ausgehend von sehr niedrigem Niveau.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der folgenden WIFO-Studie:
Fritz Breuss, Serguei Kaniovski, Margit Schratzenstaller,
Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der Konjunkturpakete I und II und
der Steuerreform 2009, August 2009, 40 Seiten, 40 Euro, kostenloser
Download:
http://www.wifo.ac.at/wwa/jsp/index.jsp?fid=23923&id=36361&typeid=8&d
isplay_mode=2
Rückfragehinweis:
Univ.-Prof. Dr. Fritz Breuss Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO Tel. +43 1 798 26 01-220 * Fax. +43 1 798 93 86 mailto:[email protected] Dr. Serguei Kaniovski Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO Tel. +43 1 798 26 01-231 * Fax. +43 1 798 93 86 mailto:[email protected] Dr. Margit Schratzenstaller Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO Tel. +43 1 798 26 01-204 * Fax. +43 1 798 93 86 mailto:[email protected]
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