Grüne Klosterneuburg gegen "Green" am "Weißen Hof"!

Fünf Gründe sprechen für die Grünen gegen einen geplanten Golfplatz im Landschaftsschutzgebiet beim Rehabilitationszentrum "Weißer Hof"!

St.Pölten (OTS) - Seit Jahren gibt es immer wieder Gerüchte über eine geplante große Golfanlage auf den Gründen des Rehabilitationszentrums "Weißer Hof",das der AUVA gehört. Der "Weiße Hof" ist mit 200 Betten das größte Rehabilitationszentrum der Unfallversicherungsanstalt, jährlich werden dort über 1.500 PatientInnen aufgenommen. Das große, noch nicht verbaute Gebiet oberhalb von Klosterneuburg am Weg nach Hadersfeld, dass derzeit noch von Wäldern und Sonnenblumenfeldern beherrscht wird, steht nun wieder einmal in mitten aktueller Diskussionen um den Bau einer großen Golfplatzanlage. Das Gelände ist derzeit als Bauland Sondergebiet für den Gesundheitsbereich gewidmet. Da die AUVA keinen Bedarf hat, aber offensichtlich nicht zuletzt auf Grund der Millionenverluste kränkelt, soll das Sondergebiet nun an eine GesmbH verkauft werden, die darauf einen Golfklub errichten will.
Danach soll von Seiten des Landes die Umweltschutzbestimmungen aufgehoben werden und von der Stadt Klosterneuburg eine Umwidmung erfolgen. Die in einer schwarz-grünen Stadtregierung befindliche ÖVP signalisiert Zustimmung, die Grünen stimmen gegen das Projekt.
Dazu Umweltstadtrat Mag. Sepp Wimmer, Fraktionschef der Grünen Klosterneuburg: "Jedes Jahr tauchen diese Gerüchte über einen geplanten Golfplatz beim Weißen Hof auf. Nur dieses Mal scheint durch die Finanzmisere der AUVA wirklich für die Umwelt und die Klosterneuburger Naturliebhaber Gefahr in Verzug zu sein. Golf kann durchaus ein schöner Sport sein, ökologisch ist er aber nicht. Und für uns Grüne ist der Standort für einen Golfplatz beim Weißen Hof aus folgenden Gründen nicht geeignet:

1) Ökologisch: Obwohl Golfplätze schönes Grün haben, sind sie ökologisch weitestgehend tot. Durch die notwendige permanente Behandlung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln reduziert sich die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen radikal. Weiters wird eine radikale Veränderung des Boden- und Wasserhaltes durch Bodenverdichtung und Bewässern, ein 18 Loch Platz benötigt in Österreich pro Jahr ca. 35 Mil. Liter Wasser (35.000m3). (Ein 4 Personen Hauhalt verbraucht pro Jahr ca. 20.000 Liter (200m3.))

2) Verkehr: Die einzige Anbindung besteht über die Holzgasse. Hier hat es aber schon jetzt, vor dem zusätzlichen Verkehr durch die GolferInnen, massive Proteste der Anrainer gegeben, die bis zu einer Verhandlung bei der BH Wien-Umgebung geführt haben.Ein berechtigter Aufstand der Anrainer ist somit vorprogrammiert. Zudem braucht eine 18-Loch Anlage ca. 200 Parkplätze. An Wettspieltagen herrscht zusätzlich reger Verkehr von Besuchern.

3) Verlust Erholungswert für die Bevölkerung: Das Gebiet rund um den "Weißen Hof" ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete für die Klosterneuburger Bevölkerung. Damit wäre dann Schluss.

4) Ethische Problematik: Wie wirkt sich der Anblick von Freizeitsportlern auf Menschen aus, die in unmittelbarer Nähe des "Weißen Hofs" als PatientInnen oftmals dramatische Einschnitte ihres Lebens bewältigen müssen?

5) Bedarf: In ca. 1 km Luftlinie befindet sich die 9 Loch Anlage Tuttendörfls - es existiert demnach bereits ein Golfplatz.

Wimmer dazu abschließend: "Golf ist für viele ein schöner Sport, aber umweltpolitisch problematisch und in diesem speziellen Fall sprechen fünf Gründe klar gegen eine Golfanlage beim Weißen Hof."

Rückfragen & Kontakt:

Für die Grünen Klosterneuburg
Stadtrat Mag. Sepp Wimmer (Tel:0676/ 40 88 097)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRN0003