Sie hängt einem zum Hals heraus ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 22. August 2009

Klagenfurt (OTS) - Sie hängt einem zum Hals heraus. Anders kann
man es nicht mehr sagen. Weil sie unverständlich ist. Blamabel. Nicht nachvollziehbar. Schlichtweg übrig. Die Kärntner Ortstafelfrage hat nicht nur jedes (Augen-)Maß verloren. Auch und vor allem jeden Anstand. Von Vernunft wollen wir gar nicht reden. Die ist schon verloren gegangen, als ein Häufchen Stürmer 1972 meinte, es müsste die slowenische Minderheit mit Füßen treten. Blöderweise ist die Politik der Emotion erlegen, ist vor Ängsteschürern und Wichtigtuern in die Knie gegangen - bis sie selbst Ängsteschürer und Wichtigtuer geworden ist. Heute steht sie an deren Spitze ...

Es wäre interessant zu erfahren, wie viele Kärntner sich tatsächlich an zweisprachigen topografischen Bezeichnungen stören. Die Geschichte macht nicht auf ewig stur und unversöhnlich. Die Ortstafelfrage - sie dürfte weder juristisches Thema noch ein politisches sein. Vielmehr und einzig: ein Thema des gesunden Menschenverstandes.

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