ÖGB: Österreich braucht wettbewerbsfähige Industrie

Staatshilfen zu fairen Bedingungen kein Widerspruch

Wien (ÖGB) - "Wir brauchen in Österreich weiterhin eine international wettbewerbsfähige Industrie. Staatshilfen zu fairen Bedingungen sind dazu kein Widerspruch", stellt ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser zur Debatte über Manager-Boni und Dividendenausschüttungen fest.++++

"Wenn die Banken ihrer volkswirtschaftlichen Aufgabe, die Industrie mit Krediten zu versorgen, trotz beträchtlicher Staatshilfe offensichtlich nicht genügend nachkommen, dann muss der Staat den Industriebetrieben helfend einspringen - aber zu fairen Bedingungen", sagt Oberhauser und steht hinter dem Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz.

In schwierigen Zeiten, in denen von ArbeitnehmerInnen große Opfer abverlangt würden, könne man auch von Managern und Aktionären einen Beitrag verlangen. Während ArbeitnehmerInnen unfreiwilligen Lohnverzicht hinnehmen müssen, in Kurzarbeit geschickt werden oder um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen oder diese bereits verloren haben, "fließen Boni und Dividenden munter weiter. Wenn der Staat helfend eingreift, dann müssen die ArbeitnehmerInnen etwas davon haben", betont Oberhauser und fordert von den Unternehmen, die Hilfe beanspruchen, Arbeitsplatzsicherheit und -garantien für ihre MitarbeiterInnen.

ÖGB, 21. August 2009 Nr. 497

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