ÖAMTC fliegt schwerverletzten Teenager aus Bosnien nach Österreich

Amputation drohte - Ärzte des LKH Graz retten Bein der 15-jährigen Oberösterreicherin

Wien (OTS) - Eine dramatische Rückholung mit gelungener Notoperation meldet die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Zwei Mädchen aus Pasching (OÖ) waren auf Besuch bei ihren Verwandten in Banja Luka (Bosnien). Donnerstag Nachmittag wollten sie einen Spaziergang machen. Beim Überqueren einer Straße wurde die 15-jährige Vanja von einem Motorrad erfasst und schwer verletzt. Sie wurde in eine örtliche Klinik eingeliefert. Dort begannen die Ärzte aufgrund der zerfetzten Blutgefäße in einem Bein mit einer sofortigen Notoperation. Zeitgleich kontaktierte die 16-jährige Schwester des Unfallopfers weinend die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Ein Arzt setzte sich sofort mit dem Krankenhaus in Banja Luka in Verbindung. "Die Ärzte waren mit der Situation völlig überfordert", sagt Michael Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Die Mediziner sprachen von einer möglichen Unterschenkelamputation, weil sie die Blutgefäße nicht retten können.

Sofortiges Handeln war erforderlich. Es wurde entschieden, Vanja schnellstmöglich in die nächste geeignete österreichische Klinik zu bringen. Aufgrund der Entfernung war an eine Verlegung in ein Linzer Krankenhaus nicht zu denken, die Wahl fiel auf Graz. Das bosnische Krankenhaus konnte allerdings keinen Krankenwagen mit Arzt bereitstellen. Die in Frage kommenden ÖAMTC-Hubschrauber waren im Einsatz, ein Krankenwagen aus Österreich hätte für beide Strecken zu lange gebraucht.

So entschlossen sich die ÖAMTC-Mitarbeiter, einen Ambulanzjet zu dem kleinen Militärflughafen Banja Luka zu schicken. Dieser wurde extra für diesen Einsatz offen gehalten, so dass der Ambulanzjet dort gestern um 20.30 Uhr landen konnte. An Bord Flugarzt Michael Wirnsperger von der Tyrol Air Ambulance, der sich vor Ort sofort ein Bild von der Verfassung des Teenagers machen konnte. "Das Bein war glücklicherweise durch kleinere Gefäße noch durchblutet, aber furchtbar operiert worden." Das Mädchen wurde direkt am Flughafen übernommen und nach Graz geflogen, ihre Schwester war als emotionale Stütze dabei. Bereits um 22.00 Uhr trafen Patientin, Schwester und Begleitarzt im Landeskrankenhaus Graz ein. Die Ärzte waren vorinformiert und begannen sofort mit der Operation. Heute erreichte den ÖAMTC die freudige Meldung aus dem Landesklinikum: Durch die schnelle Rettungsaktion konnte das Bein des Mädchens gerettet werden.

Die Kosten von über 9.000 Euro für diesen Einsatz wurden vom ÖAMTC übernommen, weil Vanjas Vater einen gültigen Schutzbrief besitzt. Der Weitertransport in die Heimat nach Oberösterreich ist ebenfalls durch den Schutzbrief gedeckt und wird organisiert, sobald sich das Mädchen von den Strapazen der Operation erholt hat und transportfähig ist.

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