Gesundheit: Vorsorge immer wichtiger 2

Niedrige Durchimpfungsrate - Gesundenuntersuchung beim praktischen Arzt am häufigsten

Wien (OTS) - Obgleich die Zahlen zuletzt um etwa ein Prozent
leicht stiegen, nimmt nur in etwa jeder und jede Zehnte die kostenlose Gesundenuntersuchung in Anspruch. Im Vorjahr gingen knapp 900.000 Personen zur Basisuntersuchung der Gesundenuntersuchung, wobei der Frauenanteil etwas höher ist. Etwa die Hälfte aller Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahren gibt laut Statistik Austria an, jemals an einer kostenlosen Gesundenuntersuchung teilgenommen zu haben, bei den 45- bis 59-Jährigen sind es 60 Prozent. Im Pensionsalter geht dieser Anteil zurück.

Auch die Durchimpfungsrate von 85 bis 90 Prozent ist in Österreich noch nicht optimal. Weit verbreitet ist aber die Zeckenschutzimpfung. Zwei Drittel aller Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahren geben an, einen aufrechten Impfschutz gegen FSME zu haben. 70 Prozent sind gegen Tetanus geimpft. Aber nur jeder Zweite hat einen Impfschutz gegen Diphterie und Polio.

"Es gibt weiterhin Impflücken in der österreichischen Bevölkerung. Beispielsweise hat die jüngste Masernepidemie gezeigt, dass die Altersgruppe der Zehn- bis 24-Jährigen einen Nachholbedarf hat", so ÖÄK-Präsident Walter Dorner. Gering ist außerdem der Anteil der Bevölkerung mit aufrechtem Impfschutz gegen Hepatitis A und B (26 und 30 Prozent) sowie gegen Grippe (21 Prozent). Die Grippeimpfung ist im Übrigen die einzige Impfung, die mit zunehmendem Alter häufiger in Anspruch genommen wird.

Im Vorjahr gingen die Österreicherinnen und Österreicher rund 671.000 mal zum praktischen Arzt, um sich auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Beim Internisten waren rund 113.000 Personen, um u.a. Herz-Kreislauf-Beschwerden vorbeugen zu können. Gynäkologen untersuchten rund 111.000 Patientinnen im Rahmen der Gesundenuntersuchung. Mehr als 80 Prozent aller Frauen ab 40 Jahren haben zumindest eine Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs gemacht. Weiters berichten 81 Prozent aller Frauen ab 15 Jahren, dass bei ihnen schon einmal ein Krebsabstrich vorgenommen wurde, in der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen sind es mehr als 90 Prozent. Bei der gynäkologischen Vorsorge hebt das Eurobarometer Österreich als Musterland hervor.(Schluss) (jg)

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