Gesundheit: Vorsorge immer wichtiger 1

EU-weit höchster Anstieg bei chronischen behandlungsbedürftigen Krankheiten in Österreich

Wien (OTS) - Den EU-weit stärksten Anstieg behandlungsbedürftiger chronischer Krankheiten hat Österreich. Dies ergab vor zwei Jahren die so genannte Eurobarometer-Untersuchung der EU. Doch das Präventionsbewusstsein der Österreicher hält mit dem Morbiditätsanstieg nicht Schritt. "Bei der Vorsorge besteht Handlungsbedarf. Die Beteiligung an der Gesundenuntersuchung könnte besser sein. Die Rate der chronisch kranken Patienten ist zuletzt in drei Jahren um fünf Prozent auf 19 Prozent gewachsen. Beim Anteil chronischer Erkrankungen des Bewegungsapparats sind wir sogar EU-weit führend", so der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner, in einer Aussendung am Freitag. Er appelliert daher an die Österreicherinnen und Österreicher, gesundheitsbewusster zu leben und auch den kostenlosen Gesundheitscheck beim Arzt besser in Anspruch zu nehmen.

Bei der Krebsvorsorge hat Österreich innerhalb der EU zwar die Nase vorne. Als vorbildlich in der EU gelten die guten Krebs-Screening-Maßnahmen etwa hinsichtlich Darm- oder Brustkrebs oder anderer gynäkologischer Krebsarten. Auch bei den Langzeitüberlebensraten bei Krebs schneidet die medizinische Versorgung in Österreich gut ab. Die Sorge der Ärzte gilt aber auch der Zunahme klassischer Volkskrankheiten: Jeder fünfte Schüler in Österreich ist übergewichtig, acht Prozent adipös, knapp jeder und jede dritte Jugendliche/r raucht. Eine Zunahme etwa von Herz-Kreislauf- und Diabeteserkrankungen ist damit so gut wie vorprogrammiert. Und nur rund jeder zehnte Erwachsene geht zur Gesundenuntersuchung.

Das Altern der Bevölkerung und der damit verbundene Anstieg der Gesundheitsausgaben werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Dorner:
"Volkswirtschaftlich gesehen kommt es der Gesellschaft günstiger, Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und vorzubeugen, statt Symptome zu behandeln. Wichtige Bereiche sind die generelle Gesundenuntersuchung, ein aufrechter Impfschutz und Untersuchungen zur Krebsvorsorge.(Forts.) (jg)

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