Brunner zu Faymann: "Kanzler muss auf Einhaltung des Melker Abkommens drängen"

Treffen mit tschechischem Premier muss Initiative zu Temelin zum Inhalt haben

Wien (OTS) - "Im Zentrum des Treffens mit dem tschechischen
Premier Fischer muss am Montag das Atomkraftwerk Temelin stehen", erklärte die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner. Bundeskanzler Faymann hat jetzt die Chance, die notwendigen Pflöcke einzuschlagen. "Es ist Gefahr im Verzug. Das Melker Abkommen, mit dem Sicherheit des Reaktors erhöht werden soll, wird nicht umgesetzt, die Temelin-Betreiber haben erst vor kurzem angekündigt, das AKW um zwei Reaktoren zu erweitern. Darüber hinaus soll auch noch in Grenznähe ein Atommüllendlager errichtet werden."

Somit hat Bundeskanzler Faymann am Montag drei Aufgaben:
Erstens, die umgehende Behebung der Sicherheitsmängel des AKW Temelin Zweitens, die Verhinderung eines Atommüllendlagers an der österreichischen Grenze
Drittens, die Zusage des tschechischen Premiers zu erreichen, dass es keinen Neubau der Blöcke 3 und 4 in Temelin gibt.

"Allein mit einer ´Njet-Politik´ seitens Österreichs wird es selbstverständlich nicht gehen. Die Regierung muss Tschechien im Austausch umfassende Energiepartnerschaften anbieten. Pilotprojekte für grenzüberschreitende, energieautarke Regionen wären ein weiterer wichtiger Schritt, um Alternativen zur Kernenergie zu schaffen", so Brunner.

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