Katholikenzahl in Österreich ist stabil

Zahl der "Rückkehrer" in die katholische Kirche und Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge steigt

Wien, 19.08.2009 (KAP) Die Zahl der Katholiken in Österreich ist stabil, ebenso die Zahl der Gottesdienstbesucher. Die Zahl der "Rückkehrer" in die katholische Kirche und die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge steigt. Dies geht aus der kirchlichen Statistik für 2008 hervor, die jetzt vorliegt.

Laut Statistik betrug 2008 die Katholikenzahl 5,579.493; im Jahr davor waren es 5,603.184 gewesen. Der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, sagte in diesem Zusammenhang, dass zu dieser offiziellen Zahl noch eine schwer abzuschätzende Gruppe von "Untergrund-Katholiken" hinzugerechnet werden muss: "Es gibt unter den Immigranten Katholiken, die aus Ländern kommen, in denen es nicht ratsam war - oder immer noch ist -, seinen Glauben zu deklarieren". Die Diözese Graz-Seckau war die einzige, in der im Vorjahr auch die offiziellen Katholikenzahlen gestiegen sind (von 892.703 auf 893.476).

Die Zahl der Gottesdienstbesucher wurde am "Zählsonntag" 2008 mit 729.879 angegeben, 2007 waren es 779.418 gewesen. Allerdings werden mit dem "Zählsonntag" nur die regelmäßigen Gottesdienstbesucher erfasst. Dazu müsse man auf Grund der religionssoziologischen Erhebungen in Österreich noch eine gleich große Gruppe rechnen, die nur einmal im Monat am Gottesdienst teilnimmt und eine weitere Gruppe, die sich zu den "Heiligen Zeiten" - vor allem Weihnachten, Ostern, Pfingsten, auch die großen Marienfeste - bei der Messfeier einfindet, so Leitenberger. Nicht zu vergessen seien auch die rund 900.000 Österreicherinnen und Österreicher, die jeden Sonn- und Feiertag über die Medien den katholischen Gottesdienst mitfeiern (Meßübertragungen gibt es im Radio im ORF-Programm Ö Regional und in "Radio Stephansdom", im Fernsehen an rund 15 Terminen im Jahr im Programm ORF 2).

Leitenberger: "Das Entscheidende sind aber nicht die Zahlen im Detail, sondern die Tatsache, dass der katholische Gottesdienst Sonntag für Sonntag die größte Veranstaltung im Land ist. Niemand kann in Österreich so viele Menschen mobilisieren wie die katholische Kirche".

Als "interessantes Phänomen" bezeichnete der Pressesprecher der Erzdiözese Wien den Anstieg bei der Zahl der "Rückkehrer" (von 4.262 im Jahr 2007 auf 5.037 im Jahr 2008). Auch bei den Taufen älterer Kinder und von Erwachsenen gebe es ein ähnliches Phänomen: Hier stieg die Zahl von 5.039 auf 5.261. Ebenso sei bemerkenswert, dass die Zahl der Frauen und Männer steigt, die in der Seelsorge mitarbeiten (bei den Erstkommunionbegleiterinnen und -begleitern von 15.372 auf 15.606 und bei den Firmhelferinnen und -helfern von 10.779 auf 11.022).

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