"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Polit-Chinesisch"

Nur Experten können der Debatte über die Reform der Schulverwaltung folgen.

Wien (OTS) - Es wird wieder über die Schulverwaltung diskutiert. Alle Lehrer sollen Bundeslehrer werden, sagt Unterrichtsministerin Schmied. Die Landeslehrer würden "sicher keine Bundesbediensteten", sagt Oberösterreichs Landeschef Pühringer. Sein Vorarlberger Pendant Sausgruber hielte "eine völlige Zentralisierung für übertrieben". Burgenlands Hans Niessl, derzeit Vormann der Landeshauptleute, will "alle Bildungskompetenzen in einer Bildungsdirektion des Landes zusammenführen". Salzburgs Gabi Burgstaller ist dafür, "dass der Bund für die Rahmengesetzgebung verantwortlich ist, die Ressourcenverteilung muss aber regional erfolgen".
Alles klar? Wohl nicht, wenn man kein politischer Feinspitz oder Verwaltungsexperte ist. An diesen Aussagen zeigt sich, wie Politiker mitunter an den Bürgern, die sie gerne als Kunden bezeichnen, vorbeidebattieren. Ja, es ist eine komplexe Materie. Ja, darüber ist zu reden. Aber nicht so. Wie sollen sich die Wähler für eine oder keine der Positionen erwärmen, wenn sie sie nicht verstehen. Es wäre besser, abseits der Öffentlichkeit zu verhandeln und das Ergebnis (sofern es je eines gibt) zu präsentieren. So, dass jedem klar ist, was es praktisch und finanziell bedeutet.

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