"die umweltberatung": Mehr Durst mit Mehrweg löschen

Viel trinken heißt's im Sommer - Durstlöscher aus Mehrwegflaschen empfohlen

Wien (OTS) - Die Hochsaison in der Getränkeindustrie bedeutet auch Hochsaison für die Abfallentsorger. Die Abfüllung in Einwegflaschen nimmt zu, aber noch gibt es sie, die wieder befüllbaren Mehrwegflaschen mit Pfand. Und laut dem aktuellen Konsument-Magazin sind Mehrwegflaschen aus Glas den Einwegflaschen aus PET-Kunststoff um Längen voraus, was die Qualität prickelnder Mineralwässer betrifft.

Handel und Getränkeherstellerfirmen freuen sich im Sommer über reißenden Absatz. Aus ökologischer Sicht ist der große Durst aber weniger erfreulich. "Die Getränke werden zunehmend in Einwegflaschen verkauft. Doch Studien und Ökobilanzen zeigen, dass Mehrwegflaschen ökologisch besser abschneiden als Einwegflaschen. Dabei sind das Waschen der Flaschen und die Transporte bereits berücksichtigt", erklärt Mag. Elmar Schwarzlmüller, Ressourcen- und Abfallexperte von "die umweltberatung".

Bei Mineralwasser ist der Anteil der Einwegflaschen seit dem Jahr 2000 von 35 Prozent auf 76 Prozent angestiegen. Dieser Trend ist nicht ohne Folgen für die Umwelt. Alleine der Anstieg von Einweg-Mineralwasser seit 2000 bedeutet einen zusätzlichen Rohstoffverbrauch von über 15.000 Tonnen pro Jahr und einen Energieverbrauch, mit dem fast 25.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang auskommen würden. Auch das Klima wird durch diesen Trend beim Mineralwasser durch zusätzliche 12.000 Tonnen Treibhausgas-Emissionen pro Jahr belastet.

Eine Flasche hat 40 Leben

Eine Mehrwegflasche aus Glas kann ungefähr 40-mal wiederbefüllt werden, eine Mehrwegflasche aus PET-Kunststoff ca. 20-mal. Kleine Hersteller füllen ihre Glasflaschen sogar bis zu 100-mal wieder an. Im Vergleich dazu ist das Leben einer Einwegflasche kurz. Trotz hohen Verbrauchs an Energie und Rohstoffen für die Herstellung wandert sie schon nach einmaligem Gebrauch in den Müll. Sowohl beim Energieverbrauch als auch beim Rohstoffeinsatz schneiden Mehrwegflaschen besser ab. Auch wenn Einwegverpackungen recycelt werden, kommen sie aus ökologischer Sicht nicht an Mehrweg heran.

Konsument-Test: Glas siegt

Die Zeitschrift "Konsument" hat für die August-Ausgabe Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure getestet. Bei stillem Mineralwasser hat die Verpackungsart keine Auswirkung auf die Produktqualität. Bei Mineralwasser mit Kohlensäure schneiden Glasflaschen am besten ab. Bei den PET-Einwegflaschen war im Test das prickelnde Wasser mit Acetaldehyd belastet. Ein Grund mehr, zur Mehrwegflasche aus Glas zu greifen.

Mehrweg-Angebot im Supermarkt einfordern

Mineralwasser und Bier sind in vielen Geschäften in Mehrweg-Glasflaschen erhältlich. Manche Fruchtsäfte werden in ausgesuchten Supermarktfilialen oder Bioläden ebenfalls im Mehrwegsystem geführt. Wer Mehrwegflaschen kaufen möchte, aber keine im Regal findet, kann bei der Filialleitung ein besseres Mehrwegangebot einfordern. Einwegverpackungen von Getränken sollten für das Recycling getrennt gesammelt werden. Einweg-Glasflaschen und Aludosen brauchen bei der Herstellung sehr viel Energie und sind daher die ökologisch ungünstigsten Getränkeverpackungen. Sie sollten nach Möglichkeit nicht gekauft werden.

Wasser frisch gezapft

"Gerade beim stillen Mineralwasser gibt es eine einfache, kostengünstige Alternative: Das Leitungswasser weist in den meisten Regionen Österreichs hervorragende Qualität auf. Es braucht nicht verpackt und am LKW transportiert, nicht nach Hause geschleppt, gekühlt und dann auch noch zum Mistkübel gebracht werden", rät Elmar Schwarzlmüller zu frischem Genuss mit geringstem Aufwand. Und für alle die es lieber prickelnd mögen, bietet sich der Kauf eines Sodaautomaten mit wieder befüllbaren Kohlensäurebehältern als Alternative an.

Allgemeine Informationen: Kostenloser Download des Infoblattes "Getränkeverpackungen auf dem Prüfstand" auf www.umweltberatung.at/download. Infos auch auf www.mehrweg.at und bei "die umweltberatung" unter 01/ 803 32 32 und 02742/ 718 29. (Schluss) vhs

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