Wiener Grüne präsentieren Verkehrsmaßnahmen gegen Klimawandel

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, präsentierten die Wiener Grünen den zweiten Teil der Klimawandel-Studie für Wien. Widmete sich der erste Teil Anpassungsmaßnahmen wie Bodenschutzgesetz und Begrünungen (5. August, die Rathauskorrespondenz berichtete), ging es diesmal um Maßnahmen im Verkehrsbereich. Als bedeutendste CO2-Quelle - fast 90 Prozent des Co2-Zuwachses gehen auf das Konto des Verkehrs - verdiene dieser besondere Aufmerksamkeit, so GR Rüdiger Maresch (Grüne). Zwar liege Wien im Österreich-Vergleich mit 2,15 Tonnen CO2-Ausstoß pro Kopf hinter Vorarlberg an positiver zweiter Stelle. Eine Erreichung des Kyoto-Ziels sei aber nach wie vor weit entfernt. Zudem gehe die Umsetzung des Masterplans Verkehr zu langsam, viele Projekte würden nach hinten verschoben.

Das "grüne Maßnahmenpaket für den Verkehr" sehe unter anderem den massiven Ausbau von Rad- und Fußgängerverkehr, die Begrünung und den Rückbau von Parkplätzen, den Ausbau von Radabstellanlagen und eine City-Maut vor. In Stockholm beispielsweise sei durch Einführung einer Maut für die Innenstadt eine Feinstaubreduktion von 13 Prozent erzielt worden, so Maresch.

Weiters sei zur Verringerung des Verkehrs eine autofreie Innenstadt - ausgenommen sind Anrainer - und die Sperrung des Rings für den Autoverkehr zielführend. Eine weitere Attraktivierung der Öffis - bedingt durch kürzere Wartezeiten, günstigere Preispolitik und bessere Umsteigemöglichkeiten - würde ebenso dem Klimaschutz entgegenkommen. Hier sei eine bessere Zusammenarbeit zwischen Wien und Niederösterreich "unerlässlich". Zudem sei die Errichtung von Park&Ride Anlagen im Wiener Umland allein durch die geringeren Grundstückspreise wesentlich günstiger und sinnvoller, als die Errichtung teurer Stellplätze in der Stadt. Eine weitere Idee der Grünen: der Ausbau von Carsharing. Einerseits könnten attraktive Parkplätze für Carsharing-Nutzer reserviert sein, andererseits wäre ein Carsharing-System mit Elektrofahrzeugen für Touristen und Besucher attraktiv. Auch die Möglichkeit einer Verkehrserreger-Abgabe fand Erwähnung, dies würde in Wien derzeit nicht praktiziert.

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