FPÖ-Rosenkranz ad Rasinger: Frauenquoten jeder Art sind sexistisch

Best geeignete Frauen setzen sich durch!

Wien (OTS) - "Wenn sich Herr Rasinger so sicher ist, dass er die Aufnahmeprüfung an den Medizin-Universitäten nicht bestanden hätte, so kann wahrscheinlich auch ausgeschlossen werden, dass er bei Bestehen einer - derzeit von ihm so vehement geforderten -Frauenquote Medizin studieren hätte dürfen." Weil in diesem Zusammenhang das persönliche Schicksal des Herrn Rasinger aber keine Rolle spielen dürfe, sprach sich heute FPÖ-NAbg. und Bildungssprecher Walter Rosenkranz gegen die jüngst von Rasinger erhobene Forderung nach einer fixen Frauenquote für die Medizin-Studien, unabhängig von deren Testergebnis, aus.

"Gerade im medizinischen Bereich legt der Kunde, nämlich der Patient, höchsten Wert darauf, bestens behandelt zu werden. Ob sich die behandelnde Ärztin durch ihre Berufswahl selbstverwirklichen konnte ist ihm weitgehend egal", so Rosenkranz. "Wer also mit der Forderung einer Frauenquote implizit auch verlangt, dass nicht die bestgeeigneten den Arztberuf ergreifen sollen dürfen, behält nicht mehr das Wohl der Patienten im Auge, sondern betreibt sexistische Machtpolitik." Mit solchen Forderungen stoße Rasinger schließlich auch alle Frauen vor den Kopf, die sich ihre Führungspositionen - wie auch ihre männlichen Kollegen - hart erarbeitet haben. "Eine Frauenquote wäre zweifellos der unwissenschaftlichste aller Zugänge. Prinzipiell soll jeder Maturant, der dies möchte, studieren können. Ein System der Studienplatzbewirtschaftung macht es jedoch erforderlich, gewisse Auswahlkriterien für die Studienplatzvergabe einzuführen." Im Zweifelsfall sei der FPÖ jedenfalls eine Abschaffung der Aufnahmeprüfungen lieber als die Einführung von Frauenquoten.

"Es ist auch falsch, dass die Aufnahmetests Frauen benachteiligen. Die Lehrpläne sind an den entsprechenden Schulen für Männer und Frauen gleich. Aber ohne naturwissenschaftliches Interesse geht halt ein Medizinstudium nicht. Amerikanische Ärzteserien im Fernsehen sind schlechte Ratgeber für eine Berufswahl mit derartiger Verantwortung wie im Arztberuf", so Rosenkranz.

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