AK Test: Gebühren für Wertpapiere läppern sich! 1

Hohe Spesen für An- und Verkauf von Wertpapieren plus viele teure Gebühren

Wien (OTS) - Wer etwa Aktien oder Anleihen kauft oder verkauft,
muss bei Banken mit hohen Spesen rechnen. Das zeigt ein aktueller AK Test bei sieben Filialbanken und fünf Online-Banken in Wien. Zusätzlich kommen noch saftige Depot- und Kontoführungsgebühren dazu. Online-Banken verrechnen grundsätzlich günstigere Spesen. "Achten Sie auf Mindestspesen, etwa bei der Depotgebühr. Sie können den Ertrag bei geringen Veranlagungssummen ziemlich schmälern", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz.

Das verlangen Banken an Spesen bei Wertpapieren für jeweils 10.000 Euro Kurswert (Preise in Euro), Auftrag in Filiale oder über Internet bei Online-Bank

Filialbanken Ankauf Verkauf Anleihen 65,00 bis 70,00 65,00 bis 70,00 Aktien 110,00 110,00 Fonds 0,00 bis 40,00 0,00 bis 110,00 Onlinebanken Anleihen 19,99 bis 30,45 19,00 bis 30,45 Aktien 19,99 bis 29,45 19,99 bis 29,45 Fonds 0,00 0,00 bis 20,00 Depotgebühr inkl. USt/Jahr Verrechnungskonto/Jahr für Anleihen, Aktien oder Fonds Filialbanken 24,00 bis 30,00 0,00 bis 49,36 Onlinebanken 0,00 bis 19,20 0,00 bis 18,00

Banken verlangen Depotgebühr ab 0,1 Prozent je nach Wertpapier (bei eigenen Papieren ist die Depotgebühr am günstigsten). Sie wird generell vom Kurswert, jedoch mindestens vom Nennwert berechnet -entweder zum Quartals- oder Jahresende. Die Umsatzsteuer beträgt 20 Prozent. "Achten Sie auf etwaige Mindestspesen für das Wertpapierdepot", sagt Glatz. So verrechnen etwa Filialbanken 14,52 bis 24,37 Euro an Mindestspesen im Jahr, Online-Banken null bis 12,50 Euro. Wer ein Depot hat, braucht ein Verrechnungskonto - ist das Depot bei der Hausbank, dann kanns auch das Gehaltskonto sein.

Wer sein Depot von einer zu einer anderen Bank gibt, muss ebenfalls mit Spesen rechnen. Die Spesen machen pro Wertpapier bis zu 30 Euro zuzüglich Umsatzsteuer aus. Die Spesen verrechnet die "alte" Bank. Dazu können noch fremde Spesen kommen, etwa von notwendigen Korrespondenzbanken.

Die AK hat von Juni bis August bei sieben Filialbanken in Wien und fünf Online-Banken per Mail oder von den Homepages die Wertpapierspesen gemäß Schalteraushang abgefragt. Der Unterschied zwischen Filial- und Online-Banken liegt in der Beratung und im Preis. Die Anlageberatung bei den Online-Banken ist nicht oder nur eingeschränkt möglich. Bei Banken mit Filialnetz ist der Wertpapierhandel per Internet-Banking möglich, dafür werden auch reduzierte Spesen verrechnet.

(Forts.)

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